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Schock sitzt tief

WITTEN Wütend, traurig und voller Existenzangst sind die Mitarbeiter von Wittronic nach Einleiten der Insolvenz – der zweiten innerhalb von zwei Jahren.

Schock sitzt tief

Das Wittronic-Werkstor.

Aber so einfach aufgeben, nach den Jahren der ständigen Ungewissheit? „Das kommt nicht in Frage. Dennoch, die Stimmung ist furchtbar, der Schock sitzt tief“, sagt Betriebsratsvorsitzende Christa Messingfeld.

Nach der Mitarbeiterversammlung am Mittwoch ist die Stimmung auf dem Nullpunkt.

„Insolvenzverwalter Klaus Dippel hat uns keinerlei Hoffnung gemacht. Im Gegenteil. Löhne und Gehälter könne er ohne Prüfung der Situation zum Ende diesen Monats nicht auszahlen. Erst Mitte nächster Woche erfahren wir, ob es überhaupt weitergehen kann.“

Die Betriebsratsvorsitzende steht noch ganz unter dem Eindruck der vorangegangenen Versammlung, wo sie Kolleginnen und Kollegen mit Tränen in den Augen sah aus Wut und Angst darüber, dass sie nun schon wieder die Opfer eines weiteren Missmanagements geworden sind.

"Versagt auf ganzer Linie"

„Die Geschäftsführung hat auf der ganzen Linie versagt“, betont Christa Messingfeld bitter.

 „Dabei hätten wir neue Kunden gewinnen können, doch jetzt haut die Insolvenz wieder voll rein. Sie kam passend zum Zahltag und passend zu Weihnachten“, höhnt sie.

„Viele von den Kolleginnen und Kollegen haben Familien. Außerdem sind hier etliche allein erziehende Mütter beschäftigt“, macht sich Christa Messingfeld Sorgen um das Wohl der Mitarbeiter. „Manche haben Angst, ihre Miete nicht mehr zahlen zu können.“

Dabei wäre der jetzige Lohn ohnehin der für längst erbrachte Arbeitsleistungen aus Oktober. Seit der Kurzarbeit erhielt die Belegschaft ihr Geld immer einen Monat rückwirkend. Im Gehaltsbereich mussten die Mitarbeiter Einbußen zwischen 300 und 500 Euro hinnehmen.

„Erst letzte Woche haben wir noch über eine Verlängerung der Kurzarbeit verhandelt“, ist Christa Messingeld fassungslos.

„Auch wenn Insolvenzverwalter Dippel während der Versammlung mehrfach betonte, dass die Mitarbeiter bei fehlender Lohnfortzahlung am Montag zu Hause bleiben könnten, werden wir weiter arbeiten“, beschwört Messingfeld den gewohnten Kampfgeist ihrer Kollegen.

„Wir schaufeln uns doch nicht das eigene Grab und überlassen dem Insolvenzverwalter ein rasch abwickelbares Objekt.“ 

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