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Erpressung an Schwerter Schule vor Aufklärung?

Polizei beschlagnahmt Computer

Schwerte Die Polizei hat einen Verdächtigen und untersucht derzeit dessen Rechner. Die drei Schulen in Schwerte wollen am Freitag wieder mit dem Unterricht beginnen. So schätzt ein Experte vom LKA den Fall ein.

 Polizei beschlagnahmt Computer

Ein Polizeiwagen stand am Mittwoch vor der Theodor-Fleitmann-Gesamtschule in Schwerte. Der zuständige Bezirksbeamte hatte bei seiner Streife auch die leerstehende Schule überwacht.Althoff Foto: Foto: Björn Althoff

Über seinen Computer will die Polizei den Erpresser der Theodor-Fleitmann-Schule überführen. Am Mittwoch wurde das Gerät bei einem Tatverdächtigen beschlagnahmt. Es handele sich um eine männliche Person aus Schwerte, mehr wollte die Polizei bislang nicht sagen. Fest steht aber, dass der Unterricht an allen drei betroffenen Schulen am Freitag wieder stattfinden kann.

Runde bei Bürgermeister Axourgos

„Für das umsichtige Handeln von Polizei, Schule und Bezirksregierung möchte ich mich an dieser Stelle außerordentlich bedanken“, sagt der Schwerter Bürgermeister Dimitrios Axourgos. Auf dessen Einladung hatte am Mittwochvormittag im Rathaus eine große Runde mit allen Beteiligten getagt: „Mir ist es wichtig, dass das Zusammenwirken von Polizei, Schule, Bezirksregierung und Stadtverwaltung koordiniert erfolgt und wir uns gegenseitig in dieser schwierigen Lage unterstützen. Dazu diente das konstruktive Gespräch.“

Unterricht wird nachgeholt

Die Stadt hofft kurzfristig auf einen Abschluss der Ermittlungen, damit sich die Schülerschaft sowie das Lehrerkollegium wieder auf den Schulalltag konzentrieren können und alle Unsicherheiten beseitigt werden.

Der ausgefallene Unterricht soll an allen drei Schulen in geeigneter Form nachgeholt oder zumindest aufgearbeitet werden, heißt es in einer Pressemitteilung von Mittwochnachmittag.

Aufklärungsquote von 80 Prozent

Rein strafrechtlich sei so eine Tat als eine räuberische Erpressung zu werten, erklärt Mario Lorenz von der Pressestelle des Landeskriminalamtes auf Anfrage. Ein Delikt, das übrigens in Nordrhein-Westfalen eine Aufklärungsquote von über 80 Prozent hat. Bei einer Schule dürften die Chancen für die Ermittler noch besser stehen, glaubt der Polizeioberkommissar. Denn die Täter würden normalerweise Fehler machen.

Rein rechtlich unterscheidet sich eine anonyme E-Mail, bei der man damit droht, etwas in die Luft zu jagen, wenn man kein Geld bekommt, nicht von der räuberischen Erpressung bei einem Banküberfall. In beiden Fällen wird mit Gewalt gedroht, um an Wertgegenstände zu kommen. Der Gesetzgeber sieht dafür Gefängnisstrafen zwischen einem und fünf Jahren pro Fall vor. „Dabei handelt es sich um einen Verbrechenstatbestand“, so Lorenz.

Schulen nur selten ein Opfer

Die Polizeistatistik verzeichnet für das Jahr 2017 für NRW 460 Fälle sonstiger schwerer räuberischer Erpressung. In dieser Kategorie wird wohl auch der Schwerter Fall landen. Dass eine Schule Opfer einer solchen Tat wird, ist nach Auffassung des LKA-Beamten äußerst selten. Häufiger gebe es schon Drohungen gegen Schulen, die allerdings auch eine hohe Aufklärungsrate haben.

Am Montag hatte sich ein unbekannter Erpresser per E-Mail bei der Theodor-Fleitmann-Schule am Holzener Weg gemeldet und gedroht. Dabei soll er erklärt haben, er würde das Gebäude in die Luft jagen. Die von der Schule benachrichtigte Polizei ließ das Gebäude räumen und durchsuchte am Montag erstmals die Räume, ohne etwas zu finden.

Den Schülern hatte man erzählt, sie hätten hitzefrei, weil die Heizungsanlage der Schule defekt sei. Die Forderungen mit den E-Mails des Erpressers gingen nicht nur an die Schule, sondern auch an zwei lokale Nachrichtenblogs im Internet. Darunter eines, das ein Schüler des Schulzentrums betreibt.

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