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270 wollen Hoeschianer werden

SCHWERTE Schon 270 Bewerber meldeten sich für die gut 40 Arbeitsplätze, die Hoesch-Schwerter Profile im kommenden Jahr zusätzlich einrichten möchte. Dabei hatte Geschäftsführer Dr. Lothar Birkhäuser noch keine einzige Stellenanzeige geschaltet.

270 wollen Hoeschianer werden

Die Konti-Schicht möchte Hoesch-Schwerter Profile zum 1. April für den Walzbetrieb einführen.

Mund-zu-Mund-Propaganda genügte, um täglich neue Stapel von Spontanbewerbungen auf seinen Schreibtisch zu bringen. „Wir sind gerade dabei, sie anzuschauen und auszuwerten“, berichtet Dr. Birkhäuser.

Nicht nur Metaller, sondern Bewerber „querbeet“ durch die Berufe klopfen bei ihm an. Darunter viele Angehörige von Hoeschianern. „Das ist immer ein großes Thema“, weiß Geschäftsführer. Nachnamen, die bereits auf der Mitarbeiterliste auftauchen, können für den Kandidaten ein großes Plus bedeuten: „Bei gleicher Qualifikation und gleicher Bewerbung ziehen wir diese Bewerber vor.“ Denn in diesem Fall schauen Väter oder Onkel darauf, dass die Neuen gute Arbeit leisten.

Nur, wenn Konti-Schicht genehmigt wird, gibt es Jobs

Alle Einstellungspläne stehen allerdings noch unter dem Vorbehalt, dass die Einigungsstelle die geplante Konti-Schicht genehmigt. Voraussichtlich Anfang Januar werden Arbeitgeberverband, IG Metall und Betriebsrat eine Entscheidung treffen. Geben sie das Okay, möchte Dr. Birkhäuser zum 1. April mit der Konti-Fertigung beginnen.

Dann könnte er im Walzbetrieb samt Werkzeugfertigung, Zurichtung und Instandhaltung die „etwas über 40 Leute“ einstellen. Schon jetzt ist Hoesch mit 716 Mitarbeitern und 60 Leiharbeitern der größte Arbeitgeber der Ruhrstadt.

14 bis 22 Uhr an einem Samstag ist eine ungeliebte Arbeitszeit

Nachdem die Genehmigung für Sonntagsschichten am vergangenen Wochenende endgültig ausgelaufen ist, versucht Dr. Birkhäuser angesichts der vollen Auftragsbücher, die Mitarbeiter von Samstagsarbeit zu überzeugen. Am schwierigsten zu besetzen ist Zeit von 14 bis 22 Uhr. Die „Borussia-Schicht“, wenn viele lieber ins frühere Westfalenstadion strömen als durchs Werkstor.

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