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Gleis 3 und 4

Am Schwerter Bahnhof wüten die Abbruchbagger

SCHWERTE Als leeres Stahlgerippe ragen die Reste des Bahnsteigdachs in den trüben Oktoberhimmel. Reisenden brauchen sie keinen Schutz mehr zu bieten. Die Treppen zu den Gleisen 3 und 4 des Schwerter Bahnhofs sind den Fahrgästen ohnehin mit Holzplatten versperrt, weil oben der Abbruchbagger wütet.

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Wie durch einen Geisterbahnhof gleitet der ICE an der abgerissenen Bahnsteigüberdachung vorbei. Er darf noch durch das Gleis 4 fahren, weil er ohnehin nicht in Schwerte hält.

Kopfüber auf dem Bahnsteig steht das abmontierte Stationsschild am Gleis 3.

Statt Reisender wartet ein Kleinbagger am Bahnsteig 2.

Der Rückbau der alten Überdachung kündigt die lang erwartete barrierefreie Modernisierung des Bahnhofs an. „Es handelt sich um vorbereitende Maßnahmen, um dann ab dem Wochenende zum 24. Oktober mit den eigentlichen Arbeiten an der Bahnsteigkante zu Gleis 3 zu beginnen“, berichtet ein Bahnsprecher auf Anfrage. Dabei sollen die Bahnsteige angehoben werden, um ein stufenfreies Einsteigen in die Züge zu ermöglichen.

Doch erst einmal müssen die in die Jahre gekommenen Dächer weichen, in denen noch Granatsplitter aus dem letzten Weltkrieg gefunden worden sind. Wie nach einem Bombenangriff wirken jetzt die Reste der genieteten Stahlkonstruktion, von der Holzbalken und Teerpappe heruntergerissen werden.

Arbeiten auch im Dunkeln möglich

Am Bahnsteigende in Richtung Unna hat der Schneidbrenner auch bereits von einem halben Dutzend Pfeilern die seitlichen Tragarme amputiert. Daneben liegen Gasflaschen bereit, um das Zerstörungswerk fortsetzen zu können. Ein mobiler Lichtmast kann das Arbeiten auch in der dunkleren Tageszeit erlauben.

SCHWERTE Wer gern mit dem Zug von Schwerte nach Fröndenberg fahren möchte, muss sich in den Herbstferien auf längere Wege einstellen: Die Züge der Linie RE17 fahren in dieser Zeit nicht auf diesem Teilstück. Sie werden durch Busse ersetzt.mehr...

 

Fein säuberlich eingelagert sind am anderen Bahnsteigende die abgeschraubten Wartebänke und Papierkörbe. Daneben stapeln sich auf Kanthölzern die Glasscheiben der ehemaligen Wartezonen. Auch das großformatige Stationsschild „Schwerte (Ruhr)“ ist abmontiert. Kopfüber steht der Schriftzug auf dem menschenleeren Bahnsteig.

Wie an einer Geisterstation

Wie in den früheren Geisterstationen der Berliner U-Bahn unter der damaligen deutsch-deutschen Grenze dürfen sich die Reisenden im ICE aus der Hauptstadt fühlen, der an dieser Szenerie vorbeigleitet. Das Paradepferd der Deutschen Bahn kann das durch einen Bauzaun vom Rest der Schienen abgeschirmte Gleis 4 noch benutzen, weil es ohnehin nicht zum Ein- und Aussteigen in Schwerte hält. Alle anderen Züge werden auf die anderen Gleise umgeleitet, sodass der Verkehr aufrechterhalten werden kann, wie der Bahnsprecher betont.

Die freundliche Dame aus dem Lautsprecher wird dafür nicht müde, ihre Durchsagen wie „Heute von Gleis 2“ zu wiederholen.

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