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Arbeitslosenquote sinkt unter acht Prozent

SCHWERTE Es geht weiter bergauf: Die Arbeitslosenquote sinkt um 0,8 Prozent im Vergleich zum Vorjahr. Besonders unter Jugendlichen macht sich ein Aufwärtstrend bemerkbar.

Arbeitslosenquote sinkt unter acht Prozent

Die aktuellen und die Vorjahreszahlen der Arbeitslosen im Vergleich.

Die magische Acht-Prozent-Grenze ist geknackt: Erstmals in diesem Jahr ist die Arbeitslosenquote in der Ruhrstadt auf 7,9 Prozent gesunken. Ende Juli waren 1935 Schwerter arbeitslos gemeldet – und damit 95 oder 4,7 Prozent weniger als im Vormonat. Im Vergleich zum Vorjahr ist die Arbeitslosenquote damit um 0,8 Prozent gesunken.

„Das ist ein erfreulicher Abwärtstrend, der in den nächsten Monaten anhalten wird“, sagte Wolfgang Böllinger, stellvertretender Leiter der Schwerter Arbeitsagentur. Aus den Betrieben könne er nur positive Nachrichten überbringen. „Dort haben wir die Rückmeldung bekommen, dass die Auftragslage noch immer gut sei.“ In der Metall verarbeitenden Industrie, aber auch in anderen Bereichen gebe es viel Potenzial. „Insgesamt haben wir noch 308 offene Stellen – das ist der Höchststand in diesem Jahr“, erklärt Lothar Stilleke, Teamleiter der ARGE im Kreis Unna. Gerade bei Jugendlichen zeichne sich ein positiver Trend ab. Bei den unter 25-Jährigen ist die Zahl der Arbeitslosen im Vergleich zum Juli um 13,6 Prozent auf 172 gesunken – und wird vermutlich weiter fallen. „Im August und September springen noch viele Jugendliche auf den Ausbildungszug auf“, so Wolfgang Böllinger. 36 Ausbildungsstellen sind noch unbesetzt. Und: Je 20 Jugendliche qualifizieren sich derzeit in den Projekten „Labora“ und „JobTeam“ und könnten bald eine Arbeit oder Ausbildung finden.

Eine ähnlich positive Entwicklung ist auch bei den Langzeitarbeitslosen zu beobachten. „Wir haben 17 Prozent weniger Langzeitarbeitslose als im letzten Jahr – das ist ein sehr hoher Wert“, erklärte Lothar Stilleke. Denn anders als in anderen Städten gehe die gute wirtschaftliche Entwicklung in Schwerte nicht an den Langzeitarbeitslosen vorbei. Doch im Laufe des Jahres, so Lothar Stilleke, würde die Arbeitslosenquote trotz der guten Zahlen ansteigen. „Wir werden wieder über die acht Prozent kommen.“

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