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Polizeieinsatz an Fleitmann-Schule in Schwerte

Bedrohung: Unterricht an Schwerter Schulzentrum fällt weiter aus

Schwerte Ohne Vorwarnung fiel der Unterricht am Schwerter Schulzentrum Nord-West am Montagmorgen aus. Grund war eine „Bedrohung“ der Schule. Für die Schüler gab es aber offiziell Hitzefrei. Auch am Dienstag fällt noch Unterricht aus.

Bedrohung: Unterricht an Schwerter Schulzentrum fällt weiter aus

Eine Bedrohung sorgte am Montag für Unterrichtsausfall an der Theodor-Fleitmann-Gesamtschule am Bohlgarten. Foto: Bernd Paulitschke

Für die Schüler hieß es am Montagmorgen im Schulzentrum Nord-West plötzlich hitzefrei. Polizei und Schulleitung hatten verabredet, die Schule möglichst reibungslos und ohne Panik zu räumen. Deshalb sagte man den Schülern nichts von der Bedrohung, die die Theodor-Fleitmann-Gesamtschule TFG) am Morgen erhalten hatte. Die Heizung sei versehentlich über die Pfingstferien angesprungen und nicht abgestellt worden, sodass die Räume alle überheizt seien, hieß es. Und deshalb hätten die Schüler heute Hitzefrei.

Mit was gedroht wurde und vor allem wie, dazu wollte die Polizei aus ermittlungstaktischen Gründen keine Angaben machen. Fest steht aber, dass das gesamte Schulgebäude, also sowohl die Gesamtschule als auch die Realschule, geräumt wurden.

E-Mail mit Geldforderungen

Später am Nachmittag gingen nach Polizeiangaben Mails mit Geldforderungen bei örtlichen Medienvertretern ein. Ähnliche Mails hatte es wohl auch zuvor gegeben. Man würde sie als Grundlage für die Ermittlungen nehmen, hieß es in einer am Nachmittag veröffentlichten Mitteilung der Polizei.

Eine anschließende Durchsuchung durch die Polizei habe aber nichts ergeben, bestätigte Polizeisprecherin Vera Howanietz. Es habe keine Hinweise auf sich dort unberechtigt aufhaltende Personen oder verdächtige Gegenstände gegeben. „Die strafrechtlichen Ermittlungen dauern derzeit an“, so die knappe Presseerklärung der Polizei.

Mehr wollte man zum derzeitigen Stand der Ermittlungen nicht sagen. Je mehr Wissen, das neben der Polizei eigentlich nur der Täter oder die Täterin haben kann, im Umlauf ist, desto schwerer sei es, jemandem die Tat nachzuweisen, erklärte Polizeisprecherin Howanietz. Deshalb gebe man in enger Absprache mit der ermittelnden Dienststelle nur wenig Information bekannt. „Wenn das alle aus dem Internet oder der Zeitung wissen können, ist so etwas nur noch schwer aufzuklären“, so Vera Howanietz.

Am Nachmittag schien es so, als habe sich die Aufregung wieder gelegt. In der Turnhalle des Schulkomplexes fand schon wieder der Sportbetrieb statt.

Auch am Dienstag ist schulfrei

Doch hinter den verschlossenen Türen wurde offensichtlich in beiden betroffenen Schulen noch lange überlegt, ob denn der Unterricht am nächsten Tag wieder normal stattfinden könne. „Die Entscheidung liegt bei der Schulleitung“, sagte Stadt-Pressesprecher Carsten Morgenthal. Und die entschied sich sowohl an der Theodor-Fleitmann-Gesamtschule wie auch an der Realschule am Bohlgarten schließlich, am Dienstag, 29. Mai, keinen Unterricht stattfinden zu lassen. So verbreiteten es die beiden Schulen jeweils auf ihrer Homepage im Internet.

Als Grund nannte die Gesamtschule die „noch nicht abschließend geklärte Lage“. Obwohl die Polizei – wie es in der Meldung weiter heißt – „ausdrücklich keine Gefährdungssituation“ für die Schule sehe. Für Kinder, deren Betreuung zu Hause unmöglich sei, werde die Schule „ein geeignetes Betreuungsprogramm“ bieten. An welchem Ort, das wird nicht genannt.

Die Realschule am Bohlgarten vermeldete unter „Aktuelles“ nur knapp, dass der Unterricht am Dienstag, 29. Mai, „leider ausfallen“ müsse. Alles Schüler dürfen trotzdem nicht zu Hause bleiben. Denn die Berufsfelderkundung in Unna finde wie geplant statt.

Zuletzt vor elf Jahren

Am Nachmittag sperrte immer noch rot-weißes Flatterband mit dem Aufdruck „Polizei“ den Fuß- und Radweg der Unterführung am Holzener Weg. Vermutlich hatte es jemand am benachbarten Schulzentrum mitgehen lassen und damit Unfug gemacht. Die meisten Passanten hielten sich daran und wechselten brav die Straßenseite. „Wir haben jedenfalls die Unterführung nicht gesperrt“, erklärte Polizeisprecher Thomas Röwekamp.
Bedrohung: Unterricht an Schwerter Schulzentrum fällt weiter aus

Mit den Überresten des Absperrbandes hatten Scherzbolde den Schulweg durch den Bahnhofstunnel abgesperrt.Mühlbauer

Vor elf Jahren hatte es schon einmal eine Bedrohung einer Schwerter Schule gegeben. Damals hatte ein Neuntklässler an eine Kachel auf der Schultoilette der Gesamtschule Gänsewinkel eine Drohung und ein Datum geschrieben. Obwohl schnell klar war, dass es sich um groben Unfug handelte, hatten viele Eltern ihre Kinder nicht zur Schule geschickt. Der als Täter ermittelte Schüler wurde der Schule verwiesen.

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