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Schwerter erhält Auszeichnung

Berufs-Feuerwehrmann erzählt aus seinem Leben

Schwerte Warum wird man Feuerwehrmann? Diese Frage hat sich für Wilhelm Müller (51) eigentlich nie gestellt. In der vergangenen Woche erhielt er das Deutsche Feuerwehrehrenkreuz in Silber - eine Auszeichung für besondere Leistungen in dem Beruf. Der erfahrene Feuerwehrmann im Portrait.

Berufs-Feuerwehrmann erzählt aus seinem Leben

Willi Müller Chef der Schwerter Feuerwehr ist ausgezeichnet worden.

Schon sein Vater und sein Opa waren bei der Freiwilligen Feuerwehr. Seit 2007 leitet Müller die Hauptamtliche Feuerwehr in Schwerte seit 2011 auch die Freiwillige. Seine Karriere als Feuerwehrmann begann schon in sehr jungen Jahren.

Mit 14 Jahren wurde Willi, wie ihn damals alle nannten, folgerichtig Mitglied der Jugendfeuerwehr. Die darf zwar noch keine Brände löschen, gibt aber schon einen Eindruck von dem, was auf einen Feuerwehrmann zukommt. Und mit der Volljährigkeit wechselte er die Einsatzabteilung. Parallel machte er eine Ausbildung zum Kfz-Schlosser für LKW. „Nicht ohne Hintergedanken“, wie er verrät. Denn Müller wollte auf jeden Fall zur Berufsfeuerwehr. Und da muss man etwas Bodenständiges gelernt haben.

Besonders die Möglichkeit, helfen zu können führte zu der Berufswahl

1989 war es dann soweit. Aus dem Hobby-Feuerwehrmann aus Villigst wurde in Hagen ein Berufsfeuerwehrmann. Damit musste er sich auch erstmals mit den Verwaltungsdingen beschäftigen, die zur Berufsfeuerwehr gehören. Überhaupt habe der Verwaltungskram zugenommen, meint er.

Was fasziniert an der Feuerwehr? „Für mich ist es zum einen, die Möglichkeit Helfen zu können, zum anderen die Kameradschaft“, sagt Müller.

So war die Eisübung der Feuerwehr am Grüntaler Teich

Zur Unterstützung und Sicherung der Feuerwehrleute auf dem Grüntaler Teich wurde die Drehleiter eingesetzt..
Auf dem verschneiten Uferpfad vor dem Kleingartenverein hatte die Feuerwehr ihre Fahrzeuge am Grüntaler Teich in Stellung gebracht.
Das Flutlicht spiegelte sich auf der Eisfläche des Grüntaler Teichs: Gespenstisch wirkte die Feuerwehrübung vom anderen Ufer an der Ostberger Straße aus.
Bei eisigen Bedingungen probte die Feuerwehr am Grüntaler Teich die Eisrettung.
Zur Unterstützung und Sicherung ihrer Kameraden im Wasser stiegen Feuerwehrleute in den Korb der Drehleiter.
Ein Schlauchboot ließen die Feuerwehrleute zu Wasser, um die Rettung einer im Eis eingebrochenen Person zu üben.
Geschützt mit einem Überlebensanzug, simulierte ein Feuerwehrmann die im Eis des Grüntaler Teichs eingebrochene Person, die seine Kameraden retten musten.

Doch so wie er denken heute nicht mehr viele. Vor allem die Freiwillige Feuerwehr muss um neue Mitglieder kämpfen. Das beginnt für Müller schon bei Besuchen in der Grundschule. Oft spreche man auch gezielt Menschen aus dem Umfeld an.

Aber in einer Gesellschaft, die mehr Flexibilität von Erwerbstätigen erwartet, deren Freizeitangebote immer vielfältiger werden, ist es eben auch schwerer, jemanden für die verpflichtende Aufgabe bei der Feuerwehr zu finden.

Der Beruf ist eine große Herausforderung - sowohl körperlich, als auch seelisch

Die ist auch für den Berufsfeuerwehrmann, der nach wie vor bei der freiwilligen Feuerwehr aktiv ist, nicht einfach zu stemmen. Wer im Einsatzdienst ist, muss in Schichten arbeiten, körperlich anstrengende Einsätze verkraften und auch mit Leid umgehen können. Vor allem bei den Einsätzen mit dem Rettungswagen. Wie man das aushält? „Am Anfang belastet das sehr, aber man stumpft ab, im positiven Sinne. Denn man ist ja da, um zu helfen, und irgendwann nimmt man die Bilder nicht mehr mit nach Hause“, erzählt er.

Neue Drehleiter der Feuerwehr Schwerte

Die nagelneue Magirus-Drehleiter (vorn) löst ihre Vorgängerin bei der Schwerter Feuerwehr ab, die jetzt verkauft werden soll.
Abschiedsfoto auf der alten Drehleiter: Brand-Oberinspektor Ralf Jürgens genießt noch einmal den Rundblick über den Hof der Feuerwache Richtung Villigst.
Größere Tragkraft: Vier Personen passen in den Rettungskorb der neuen Drehleiter (l.), während die alte nur drei Feuerwehrleute verkraftete.
Zum Einsteigen senkt sich der Korb der neuen Magirus-Drehleiter automatisch vor dem Führerhaus auf Straßenniveau ab.
Brand-Oberinspektor Ralf Jürgens erklärt die Unterschiede zwischen der neuen (l.) und der alten Drehleiter der Schwerter Feuerwehr.
Fast zwei Jahrzehnte Technikentwicklung liegen zwischen der neuen Magirus-Drehleiter und ihrer Vorgängerin.
Die Scherenstützen geben der neuen Magirus-Drehleiter wesentlich größeren Halt bei der Arbeit auf vereisten Fahrbahnen.
Optische Täuschung: In Wirklichkeit reicht die neue Magirus-Drehleiter (l.) zwei Meter höher als ihre Vorgängerin auf dem Hof der Feuerwache.
Brand-Oberinspektor Ralf Jürgens war maßgeblich an der Auswahl der neuen Magirus-Drehleiter beteiligt.Vor seinem Maschinisten-Sitz hat er den Monitor aufgeklappt, der Bilder von der Kamera im Leiterkorb zeigt.
Zwei Meter höher als ihrer Vorgängerin (l.) reicht die neue, abknickbare Magirus-Drehleiter.
Dank des knickbaren Leiterarms kann Ralf Severing den Korb der neuen Drehleiter zu jeder Stelle auf dem Dach bugsieren  - hier zwecks Demonstration zum Lüftungskamin auf der Feuerwache Lohbachstraße
Der Vergleich: Dank des knickbaren Mastes kann die neue Magirus-Drehleiter (hinten) mit viel größerer Reichweite auf das Dach fahren als ihre Vorgängerin.
Scherenabstützung (unten) und knickbarer Leitermast (oben) sind einige der besonderen Kennzeichen der neuen Magirus-Drehleiter.
Staffelübergabe auf dem Hof der Feuerwache: Markenzeichen der neuen Drehleiter (l.) ist der knickbare Gelenkarm.
Staffelübergabe auf dem Hof der Feuerwache: Markenzeichen der neuen Drehleiter (l.) ist der knickbare Gelenkarm.
Keine Verbeugung mehr beim Einsteigen: Der Sicherungsbügel am Korb der neuen Drehleiter (l.) lässt sich wie bei einem Kirmeskarussell hochklappen.
Nicht nur über eine Scheinwerfer-Batterie verfügt der Rettungskorb der neuen Drehleiter, sondern auch über eine Kamera, die Bilder auf ein Display neben dem Arbeitsplatz des Maschinisten überträgt.
Bürgermeister Heinrich Böckelühr bei der Übergabe der neuen Magirus-Drehleiter an die Feuerwehr.
Symbolische Schlüsselübergabe für die neue Drehleiter (v.l.): Löschgruppenführer Martin Krell (Schwerte Mitte), Magirus-Regionalvertriebsleiter Torsten Wandel, Bürgermeister Heinrich Böckelühr und Feuerwehrleiter Wilhelm Müller.

Seit 2007 leitet Müller die Hauptamtliche Wache. Den größten Brand der jüngeren Vergangenheit hat er allerdings verpasst: „Als das Stahlwerk in Ergste brannte, war ich im Urlaub“, sagt er.

Müller ist verheiratet, hat zwei Kinder und wohnt immer noch in Villigst. Seine Kinder wollen übrigens nicht zur Jugendfeuerwehr. „Damit haben die nichts am Hut“, sagt er. „Die finden, dass ich zu oft nicht zu Hause bin.“

41 Feuerwehrleute hat die Hauptamtliche Wache Schwerte. Die meisten davon im Einsatzdienst, also als Rettungswagenbesatzung oder Löschkräfte.

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