Diese Website verwendet Cookies. Cookies gewährleisten den vollen Funktionsumfang unseres Angebots, ermöglichen die Personalisierung von Inhalten und können für die Ausspielung von Werbung oder zu Analysezwecken gesetzt werden. Lesen Sie auch unsere Datenschutz-Erklärung
Anzeige
Anzeige

Blick in die Geschichte

Burg Steinhausen brannte bereits zum dritten Mal

DORTMUND-HOLZEN/WESTHOFEN Nach dem Brand auf der alten Wasserburg Gut Steinhausen ermittelt die Polizei weiter zur Brandursache, viele Menschen nehmen Anteil, machen Fotos von der Ruine. In unserem Vorher-Nachher-Bild können Sie sehen, welchen Schaden das Gebäude genommen hat. Ein Blick in die Geschichte zeigt: Es ist nicht das erste Feuer.

 Damals | Heute

So ist das Vorher-Nachher-Bild entstanden



 

Nach dem Brand auf der Wasserburg Gut Steinhausen am 10. Juni wird die Brandursache weiter von Brandschutzexperten der Kriminalpolizei ermittelt. Beschädigt wurde bei dem Feuer besonders der Wehrturm, der 1628 erbaut wurde. Eine erste Erkenntnis nach der Begutachtung des Schadens war: Nur das Dach und die Zwischendecken sind abgebrannt, die ein Meter dicken Mauern sind noch stabil. Die Burg könnte theoretisch also wieder aufgebaut werden, was allerdings mehrere Hunderttausend Euro kosten könnte - der Eigentümer schätzt den Schaden auf 250.000 Euro. Autofahrer hatten den Brand entdeckt und die Feuerwehr alarmiert.

DORTMUND-HOLZEN Ein Feuer hat am frühen Mittwochmorgen auf dem Gut Steinhausen in Dortmund-Holzen unweit der Stadtgrenze zu Schwerte gewütet. Die im 15. Jahrhundert erstmals erwähnte einstige Wasserburg brannte lichterloh. Die Löscharbeiten sind inzwischen beendet. Dabei hatten die Feuerwehrleute mit einem großen Handicap zu kämpfen.mehr...

Wasserburg Steinhausen abgebrannt

So sah es wenige Stunden nach dem Brand aus.
Kriminalbeamte begutachten am Mittwochmittag den Brandort.
So sah es wenige Stunden nach dem Brand aus.
So sah es wenige Stunden nach dem Brand aus.
So sah es wenige Stunden nach dem Brand aus.
So sah es wenige Stunden nach dem Brand aus.
So sah es wenige Stunden nach dem Brand aus.
Kriminalbeamte begutachten am Mittwochmittag den Brandort.
So sah es wenige Stunden nach dem Brand aus.
So sah es wenige Stunden nach dem Brand aus.
So sah es wenige Stunden nach dem Brand aus.
So sah es wenige Stunden nach dem Brand aus.
So sah es wenige Stunden nach dem Brand aus.
Die alte Burg wurde durch das Feuer zerstört. Die Feuerwehr brachte den Brand mit einem Großaufgebot unter Kontrolle.
Die alte Burg wurde durch das Feuer zerstört. Die Feuerwehr brachte den Brand mit einem Großaufgebot unter Kontrolle.
Die alte Burg wurde durch das Feuer zerstört. Die Feuerwehr brachte den Brand mit einem Großaufgebot unter Kontrolle.
Die alte Burg wurde durch das Feuer zerstört. Die Feuerwehr brachte den Brand mit einem Großaufgebot unter Kontrolle.
Die alte Burg wurde durch das Feuer zerstört. Die Feuerwehr brachte den Brand mit einem Großaufgebot unter Kontrolle.
Die alte Burg wurde durch das Feuer zerstört. Die Feuerwehr brachte den Brand mit einem Großaufgebot unter Kontrolle.
Die alte Burg wurde durch das Feuer zerstört. Die Feuerwehr brachte den Brand mit einem Großaufgebot unter Kontrolle.
Die alte Burg wurde durch das Feuer zerstört. Die Feuerwehr brachte den Brand mit einem Großaufgebot unter Kontrolle.
Die alte Burg wurde durch das Feuer zerstört. Die Feuerwehr brachte den Brand mit einem Großaufgebot unter Kontrolle.
Die alte Burg wurde durch das Feuer zerstört. Die Feuerwehr brachte den Brand mit einem Großaufgebot unter Kontrolle.
Die alte Burg wurde durch das Feuer zerstört. Die Feuerwehr brachte den Brand mit einem Großaufgebot unter Kontrolle.
Die alte Burg wurde durch das Feuer zerstört. Die Feuerwehr brachte den Brand mit einem Großaufgebot unter Kontrolle.
Die alte Burg wurde durch das Feuer zerstört. Die Feuerwehr brachte den Brand mit einem Großaufgebot unter Kontrolle.
Die alte Burg wurde durch das Feuer zerstört. Die Feuerwehr brachte den Brand mit einem Großaufgebot unter Kontrolle.
Die alte Burg wurde durch das Feuer zerstört. Die Feuerwehr brachte den Brand mit einem Großaufgebot unter Kontrolle.
Die alte Burg wurde durch das Feuer zerstört. Die Feuerwehr brachte den Brand mit einem Großaufgebot unter Kontrolle.

Auffällig in den ersten Tagen nach dem Vorfall: Dafür, dass hier ein abgelegenes, nicht öffentlich genutztes Gebäude gebrannt hat, nahmen ungewöhnlich viele Menschen Anteil daran. Die kleine Straße in den Feldern war jedenfalls befahren wie nie. Viele Menschen machten Fotos von der Burg-Ruine, tauschten Erinnerungen aus.

Es wäre übrigens nicht das erste Feuer, das das Gut Steinhausen überstand. Wir haben der Geschichte der kleinen Wasserburg einmal nachgespürt:

Der erste Brand 1672

Das erste Mal brannte Haus Steinhausen bereits im Jahre 1672, wie ein Aufsatz von Reinhold Stirnberg zeigt, den der Westhofener Ulrich Brinker in seinem Archiv gefunden hat. Damals waren französische Plünderer über die zugefrorene Gräfte in den kleinen Adelssitz eingedrungen und hatten Geld und anderes Inventar mitgenommen, um anschließend dem Gebäude den „roten Hahn“ aufzusetzen.

Das hatten Nachbarn 1694 berichtet. Sie erzählten auch, dass die Plünderer die männlichen Bewohner „nackendt ausgezogen“ hätten. Erst im Jahr 1700 errichtete man das beim Brand zerstörte Wirtschaftsgebäude und das Torhaus wieder neu. Damals waren wohl Christoph Albert von Rump und Katharina Mechthild von Mengede die Besitzer der Burg.

Der zweite Brand 1999

In den 1990er-Jahren wurde Haus Steinhausen umfangreich renoviert. Doch die neue Pracht war nicht von langer Dauer. Ganz ohne plündernde Soldaten und aus bislang immer noch ungeklärter Ursache brannte das Herrenhaus der Burg 1999 erneut nieder.

 

Kurze Geschichte der Burg

Die ersten bekannten Bewohner waren um 1490 der märkische Ritter Johann Nagel und seine Frau Elisabeth von Wandhof. Da sie die Burg mit in die Ehe brachte, ist der Bau vermutlich schon älter. Funde von mittelalterlichen Scherben, die Anfang der 1970er-Jahre dort gemacht wurden, lassen schließen, dass hier bereits im 13., wenn nicht sogar im 9. Jahrhundert ein befestigter Wohnplatz war. Davon ging zumindest Wilhelm Honselmann aus, dessen Aufsatz in den Hohenlimburger Heimatblättern von 1975 Westhofens Ortsheimatpfleger Lothar Meißgeier in seinem Archiv hütet.

Ursprünglich gehörten zu dem kleinen Rittersitz neben dem Torhaus, dem Wirtschaftsgebäude und dem Herrensitz auch ein Brauhaus, in dem zudem eine Schmiede untergebracht war, Ställe und eine kleine Wassermühle. Alles was man heute noch sehen kann, stammt aber nicht aus dem Mittelalter, sondern aus der Zeit nach dem ersten Feuer. 

Laut dem Buch Ruhrsagen von Dirk Sondermann gibt es auch ein Sage, die sich um die Burg rankt. Sie handelt von einem Hauptmann, der einen als Geist erschienenen Bettler prügelte und dafür eine drastische Strafe erhielt.

Anzeige
Anzeige
Das könnte Sie auch interessieren

Sanierungsarbeiten

"Keule" in Schwerte bekommt neuen Blickfang

SCHWERTE Die Besitzer der „Keule“ in Schwerte investieren weiter. Vor drei Jahren haben sie die Esskneipe um einen Raum im Nachbarhaus erweitert. Nachdem die namensgebende hölzerne Keule den Weg alles irdischen gehen musste, wird die Fassade jetzt saniert und erhält einen neuen Blickfang.mehr...

Stadtplaner Adrian Mork

Schwerter CDU will Grünen als Bürgermeister

SCHWERTE Stadtplaner Adrian Mork soll 2018 neuer Bürgermeister in Schwerte werden. Das ist zumindest das gemeinsame Ziel von CDU, FDP und Grünen. Warum setzt sich die CDU für einen Kandidaten ein, der nicht das eigene Parteibuch hat? Darauf gab es bei der Vorstellung eine einfache Antwort.mehr...

Start in 20. Saison

Kino in Ergste startet mit ausverkaufter Premiere

ERGSTE Mit einer Premiere und drei ausverkauften Vorstellung kann das Kino in Ergste in seine 20. Saison starten. Was es sonst noch im Kino in der Kirche zu sehen gibt, stellten die Macher am Dienstagabend vor. Auch wenn der Saal improvisiert ist, bietet das Ergster Kino Filmgenuss auf dem neuesten technischen Stand.mehr...

Feuerteichschänke

Zukunft ungewiss: Wirt verlässt Schwerter Eckkneipe

SCHWERTE Die Feuerteichschänke ist eine der letzten richtigen Eckkneipen in Schwerte: Rustikales Inneres und ein Wirt, der schon seit über zehn Jahren in der Schänke arbeitet. Doch Wirt Bernhard Bay will zum 31. März 2018 aufhören - was mit der Kneipe dann passiert, ist noch unklar.mehr...

Im Landtag vorgestellt

Schwerter Schüler startete Projekt zu Cyber-Mobbing

SCHWERTE/DÜSSELDORF Cyber-Mobbing verfolgt die Opfer - die Mobber treffen sie oft in der Schule. Einige Lehrer denken, sie könnten nichts tun. Falsch, findet ein 13-jähriger Schwerter. Er startete ein Hilfsprojekt und schrieb einen offenen Brief, auf den Die Grünen antworteten und ihn in den Landtag einluden. Sein Projekt könnte Schule machen.mehr...

Am Sonntagabend

Einbrecher in Schwerte mit Hubschrauber gesucht

SCHWERTE Zwei Personen sind am Sonntagabend dabei beobachtet worden, wie sie in Schwerte in ein Einfamilienhaus eingebrochen sind. Um die beiden Kriminellen aufzugreifen, setzte die Polizei auch einen Hubschrauber ein, der über dem Norden der Stadt kreiste.mehr...