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Bürgermeisterwahl im März

Diese Kandidaten pokern um Chefsessel im Schwerter Rathaus

Schwerte Acht Interessenten für das Bürgermeisteramt haben sich schon bei der Stadt gemeldet. Und die WfS wirbt für noch mehr Interesse von parteilosen Bewerbern. Wer sind die Leute, die Bürgermeister werden wollen und was wollen sie eigentlich für Schwerte?

Diese  Kandidaten pokern um Chefsessel im Schwerter Rathaus

Nominierter Kandidat für die Bürgermeisterwahl am 4. März ist bislang nur Adrian Mork. Er wurde am Montag von CDU, Grünen und FDP auf den Schild gehoben. Als nahezu sicher gilt, dass die SPD mit ihrem Wunschkandidaten Dimitrios Axourgos ins Rennen gehen wird. Der Wahlparteitag steht aber noch aus.

Doch dahinter gibt es bereits jetzt sechs freie Kandidaten, die sich im Wahlamt der Stadt die Unterlagen abgeholt haben. Denn jeder, der 190 Schwerter Wahlberechtigte findet, die ihn mit ihrer Unterschrift unterstützen, schafft es auf den Wahlzettel. Einzige Voraussetzung: Die Kandidaten müssen älter als 25 Jahre und EU-Bürger sein.

WfS lädt zu Infoabend ein

So viele Kandidaten aus der Bürgerschaft, das müssten eigentlich die Wählergemeinschaft (WfS) freuen. Schließlich halten ihre Mitglieder mit zwei Ratsmandaten das Fähnlein der Nicht-Parteimitglieder im Rat hoch.

Grundsätzlich begrüßt der ehemalige WfS-Ratsherr Eckehard Weist auch das Interesse. Mit einer großen Veranstaltung, die in der Rohrmeisterei stattfinden soll, will man es sogar noch steigern. „Wir wollen allerdings auch darstellen, welch hohe Anforderungen, so ein Amt stellt“, so Weist. Deshalb habe man sowohl alle freien Kandidaten, die man bislang namentlich kenne, eingeladen, als auch zwei Bürgermeisterinnen aus der Nachbarschaft. Ulrike Drossel aus Holzwickede und Birgit Tupet aus Nachroth-Wiblingwerde wollen einen Einblick in die Pflichten und Amtsgeschäfte einer Bürgermeisterin geben. Beide schafften es ohne Parteibuch in ihr Amt. Allerdings hatte Drossel den Holzwickeder Bürgerblock hinter sich und Tupat war bereits Fachbereichsleiterin in ihrer Gemeinde.

Eingeladen hat die WfS auch die fünf bekannten Kandidaten, die ihr Interesse bekundet haben.

Ein unbekannter Bewerber

„Es gibt einen sechsten Kandidaten, der sich die Formblätter für die Unterschriften abgeholt hat“, bestätigte Stadtsprecher Carsten Morgenthal am Donnerstag auf Anfrage. Aus Datenschutzgründen könne man dessen Namen aber nicht nennen. Warum jemand, für eine Wahl kandidieren, aber unbekannt bleiben will, darauf hatte der Stadtsprecher auch keine Antwort.

Bislang haben die Interessenten ohnehin nur Unterlagen bei der Stadt abgeholt. Es seien noch keine Unterschriften eingegangen, erklärte Morgenthal. Das muss auch nicht sein. Die Kandidaten haben bis zum 15. Januar Zeit, ihre Unterlagen abzugeben.

Ob bis dahin alle an Bord bleiben, bezweifelt Eckehard Weist. Zum einen wolle man zwar für die Kandidatur ohne Parteibuch werben, zum anderen wolle man die Kandidaten aber auch zum Nachdenken über die Anforderungen, die so ein Amt stellt, anregen.

Ob das alle tatsächlich getan haben, daran lässt die momentane Diskussion manchmal zweifeln. Hier die bislang bekannten Kandidaten, die es ohne Partei schaffen wollen.

Jens Kritzler



Der 36-jährige Lagerist gab als Erster seine Kandidatur bekannt. Eine Art Wahlprogramm hat er bislang nicht veröffentlicht. Bekannt ist er vielen Schwertern als Moderator einer Facebook-Gruppe namens „Du bist Schwerter wenn“.

Stefan Barthel

Ist 39 Jahre alt und in Westhofen aufgewachsen. Von Beruf ist er Diplomkaufmann und Finanzconsultant. In dieser Eigenschaft sei er auch im kommunalen Bereich unterwegs, so Barthel. Westhofener kennen ihn als Ausrichter des Weinmarktes und früher auch des Weihnachtsmarktes. Auch er hat bislang nur einzelne Statements zu seinem Programm abgegeben.

Thorsten Heller

Dieser Bewerber ist die bislang größte Unbekannte im Rennen. Auch der 39-Jährige Thorsten Heller agiert als Kandidat bislang hauptsächlich über das soziale Netzwerk Facebook. Doch auch dort findet man im öffentlich zugänglichen Bereich kein Bild von ihm. Ein Programm gibt es bislang auch nicht.

Christiane Ganske

Die 57 Jahre alte EDV Beraterin hat als einzige parteilose Kandidatin ihr Programm bereits im Internet veröffentlicht. Mehr für die Jugend, die Familie, den Tourismus, die Digitalisierung und die Wirtschaft will sie tun. Bei Baumaßnahmen auf Straßen fordert sie mehr Abstimmung. Und sie will auf politische Randgruppen zugehen. Dass sie die eher am rechten Rand der Gesellschaft sieht, lässt folgender Satz zumindest vermuten: „Es ist in meinen Augen überhaupt kein Widerspruch, auf eine Stadt (und ein Land) stolz zu sein und trotzdem sozial zu denken und etwas für die Umwelt zu tun.“ Zum Thema Haushalt wolle sie später, wenn der Etatentwurf veröffentlicht ist, sich äußern.

Dirk Hanné



Der Vorsitzende der Werbegemeinschaft Westhofen wohnt in Schwerte Holzen. Auch der 58-Jährige hat bislang noch kein Programm veröffentlicht. Beruflich leitet er einen Betrieb für Glas und Rahmen. Die meisten Schwerter kennen ihn als Schützenkönig und Veranstalter des Westhofener Maifestes.

Und die AfD?

Bislang hat neben den Linken auch die AfD keinen Kandidaten benannt. Das kann sie aber noch bis zum 15. Januar, denn als Partei, die in Land- und Bundestag vertreten ist, braucht sie keine Unterstützerstimmen.

Bei der allerersten Direktwahl eines hauptamtlichen Bürgermeisters im Jahr 1999 gab es übrigens acht Kandidaten. Von denen einer als WfS-Kandidat und drei freie Bewerber keine Partei im Rücken hatten. Gewonnen hat bekanntlich Heinrich Böckelühr (CDU), der das Amt bis zu seinem Rücktritt im Oktober innehatte.

Der Infoabend der WfS

Die Infoveranstaltung der WfS ist öffentlich und findet am 20. Dezember um 19 Uhr in der Rohrmeisterei, Ruhrstraße 22, statt.

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