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Edle Tropfen auf der Leinwand

GEISECKE „Chianti färbt fast gar nicht. Shiraz ist eine gute Farbe.“ Rotweinflecken - für alle Hausfrauen ein Graus. Für Peter Trautner moderne Kunst.

Edle Tropfen auf der Leinwand

Der Künstler Peter Trautner kreuzt die Pinsel mit Daniel Hannig, Inhaber des Weingeschäfts "WeinKultur".

Er hat den Wein zu seinem Werkzeug gemacht. Mit einem Gläschen der roten Traube malt der hauptberufliche Künstler große Bilder. Von Weinlandschaften in Italien bis zu Alltagsgegenständen wie übergelaufenen Kaffeetassen. Das zeigte er am Samstagabend auf seiner Vernissage „Malen mit Wein“ in den passenden Räumlichkeiten des Weingeschäfts „WeinKultur“ von Daniel Hannig in Schwerte-Geisecke.Kunst zwischen Flaschen und Regalen Schon beim Eintreten schlich sich ein leichter Weinduft in die Nase. Unzählige Weinregale füllten den Raum. Flasche an Flasche. Und dennoch fand sich zwischen den Flaschen immer wieder ein Platz für ein Weinkunstwerk von Peter Trautner. Manche waren auf den ersten Blick kaum sichtbar. Sie tarnten sich zwischen Flaschenhälsen und Weinregalen. Doch bei einem Rundgang entdeckte man sie alle. Von gelblich bis pastell violett wurden sie zur Kontur oder Füllfarbe im Rahmen auf weißem Papier. Auch das Wetter malt mit Auf unterschiedlichen Materialien sieht der Wein immer anders aus. Ganz bewusst spielte Trautner mit Papierqualitäten und benutzte Aquarelle, beschichtete oder handgeschöpften Büttenpapiere für seine Werke. Doch auch andere Umstände können die Weinfarbe beeinflussen. „Es hängt immer auch vom Wetter ab. Hoch- oder Tiefdruckgebiete verändern die Weinfarbe“, erzählte der experimentierfreudige Künstler aus Erfahrung. Aber auch die Qualität des Weins spielt eine Rolle. Dennoch gilt für Trautners Bilder nicht: Je teurer der Wein, desto teurer das Werk. „Ich mache die Preise immer aus dem Bauch heraus. Und die sind dieses Mal recht günstig. Die Werke gibt es für 29 bis 250 Euro“, so der Weinmaler.Kunstform durch Zufall gefunden Von Bildhauerei bis Comicmalerei hat er bereits alles schon mal gemacht. Zufällig ist Trautner auf die Weinkunst gestoßen. Nämlich bei einem Frühstück während eines Workshops mit einem Glas Wein. Sofort begann er mit der Kunst Wein auch mal anders zu genießen. Selbst gönnt er sich gern den „Dornfelder“ - jedoch lieber seltener. Häufiger öffnet er eine Flasche, um mal wieder etwas zu malen. Drei Tage lang riechen die Bilder Trautner weiß: „Die ersten drei Tage riecht das Bild noch nach Wein.“ Genauso so, wie am Samstagabend im Weinhandel „WeinKultur“. Falls er also mal wieder im Weingeschäft zu sehen ist, dann nur, um seine Farbpalette wieder mal zu erweitern.

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