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Bürger-für-Bürger-Weihnachtsmarkt

Eierpunsch erhitzt in Schwerte die Gemüter

Schwerte Der legendäre Eierpunsch der Familie Funke gehört für viele Schwerter einfach dazu zum Weihnachtsmarkt „Bürger für Bürger“. In diesem Jahr mussten sie darauf verzichten - woran das lag? Familie Funke sagt, sie fühle sich „ein bisschen herausgemobbt“.

Eierpunsch erhitzt in Schwerte die Gemüter

Bis 2016 gab es beim Weihnachtsmarkt „Bürger für Bürger“ immer den Hückinghauser Eierpunsch. 350 Liter wurden jedes Mal im Schnitt zubereitet. Foto: Reinhard Schmitz

Die einen haben den traditionellen Geschmack vermisst. Die anderen haben die Veränderung im Eierpunsch-Becher gar nicht gemerkt, als sie sich beim Weihnachtsmarkt „Bürger für Bürger“ mit dem Heißgetränk aufwärmen wollten. Nach über 30 Jahren wurde es am vergangenen Wochenende von den Rotariern ausgeschenkt, aber nicht mehr von der Familie Funke aus Hagen-Hückinghausen.

Unterschiedliche Darstellungen

„Ich habe sie mehrmals eingeladen zu der Besprechung, aber alle Mails kamen zurück“, sagte Weihnachtsmarkt-Organisator Dieter Brinkmann am Dienstag. Schließlich hätten die Standbetreiber dann von sich aus abgesagt. Dieser Darstellung widersprach Bernd Funke: „Wir sind nicht angesprochen worden.“ Er fühle sich „ein bisschen herausgemobbt“. Sonst wäre seine Familie zum 33. Mal gekommen. Sie sei seit dem zweiten Weihnachtsmarkt immer dabei gewesen – mit Ausnahme eines krankheitsbedingten Ausfalls.

So war der Schwerter Bürger-für-Bürger-Weihnachtsmarkt 2017

Erster Tag bei dem Weihnachtsmarkt Bürger für Bürger auf dem Wuckenhof.
Erster Tag bei dem Weihnachtsmarkt Bürger für Bürger auf dem Wuckenhof.
Erster Tag bei dem Weihnachtsmarkt Bürger für Bürger auf dem Wuckenhof.
Erster Tag bei dem Weihnachtsmarkt Bürger für Bürger auf dem Wuckenhof.
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Erster Tag bei dem Weihnachtsmarkt Bürger für Bürger auf dem Wuckenhof.
Erster Tag bei dem Weihnachtsmarkt Bürger für Bürger auf dem Wuckenhof.
Erster Tag bei dem Weihnachtsmarkt Bürger für Bürger auf dem Wuckenhof.

Zustande gekommen war der Kontakt rein zufällig. Die damaligen Mit-Gründer des Schwerter Weihnachtsdorfes hatten in Hückinghausen ein Ferienhaus gemietet und den Punsch kennengelernt, der mit Wein, Zucker und jedesmal frisch aufgeschlagenen Eiern zubereitet wurde. „Der Geschmack ist ganz anders als fertig gekauftes Zeug“, erklärte Funke. Im Schnitt 350 Liter aus 1400 Eiern habe man den Schwertern jedes Mal serviert. Mehr sei bei drei Personen an den sechs Töpfen nicht drin gewesen.

Cheforganisator: Drei Jahre lang „geärgert“

Mit den personellen Veränderungen im Organisationsteam des Weihnachtsmarktes wurde die Verbindung zwischen Schwerte und Hückinghausen aber offensichtlich holpriger. Bernd Funke bekundete allerdings die Bereitschaft, wiederzukommen, wenn er denn gefragt würde. „Ich tue mir das nicht an“, sagte dagegen Cheforganisator Brinkmann. Drei Jahre lang habe ihn der Eierpunsch-Stand geärgert, beispielsweise indem entgegen der Abmachung ein großer LKW die Zufahrt blockiert habe.

Wie dem auch sei. Der originale Hückinghauser Eierpunsch lässt sich in der Adventszeit doch noch genießen. Beim traditionellen Weihnachtsmarkt auf dem eigenen Bauernhof in Hagen-Hückinghausen, Hückinghausen 2 (zwischen Breckerfeld und Priorei) wird ihn die Familie Funke am Samstag, 16. Dezember, dampfen lassen. Von 14 bis 22 Uhr legt die Anlage, auf der Mutterkühe und Pensionspferde gehalten werden, ihr festliches Kleid an. Neben Holz- und Stoffbasteleien wartet auf die Besucher ein gastronomisches Angebot von Glühwein und Holunderlikör über warme Speisen bis zu Waffeln und Crepes. Und natürlich der Eierpunsch.

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