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Ein Bauer beobachtet und schreibt ein Buch

GEISECKE Klaus Exsternbrink beugt sich vor und sagt: „Das Problem bei mir ist: Ich mache mir viele Gedanken.“ Vor ihm auf dem Küchentisch liegt das Ergebnis: 146 Seiten umfasst das Buch-Manuskript des Geisecker Landwirts.

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Eigentlich ist Klaus Exsternbrink Landwirt. Er züchtet Ziegen und verkauft ihren Käse auf dem Schwerter Wochenmarkt. Auch die Waffeln seiner Frau sind dort heiß begehrt.

?Beobachtungen eines Bauern? hat Exsternbrink sein Buch genannt.

Klaus Exsternbrink denkt gern und viel nach. Seine Arbeit als Landwirt bietet ihm dazu Gelegenheiten.

„Beobachtungen eines Bauern“, hat Exsternbrink, der im Frühjahr mit seiner „Schiege“ deutschlandweit bekannt wurde (RN berichteten) seine Thesen und Anmerkungen genannt. Weil er ein schlechtes Gedächtnis habe, fing er vor zwei Jahren an, seine Gedanken aufzuschreiben. Erst lose und ungeordnet auf kleinen Zetteln, dann sortiert und in Kapitel gefasst in einem Buchtext. Auf dem Küchentisch vor ihm liegt eine schwarze Mappe mit den Manuskriptseiten. Links daneben die in grün gebundene Arbeitsfassung. Klaus Exsternbrink setzt die schwarze Brille auf. 34 Kapitel umfasst sein Buch, Exsternbrink streift Themen wie Ehe, Religion, Sexualität und Abtreibung, sagt seine Meinung über Reichtum und Sparen, äußert sich zu Bio-Landwirtschaft und Schweinezucht, aber auch über Wahlen, Renten und das Prinzip der Demokratie.

Manche Thesen erscheinen weit hergeholt. So schreibt Exsternbrink im Kapitel über Signale: „Je größer der Umfang von Schmuck, umso größer sind die gefühlsbedingten Mängel.“ Wieder andere haben einen wahren Kern: „Wenn gesagt wird: Ich liebe Dich, stellt sich mir die Frage nach dem Warum?“ „Das ist kein Sachbuch“, erklärt Klaus Exsternbrink, warum er viele Themen nur kurz streift und nicht zu sehr in die Tiefe geht. Es müsse auch nicht alles richtig sein, was in seinem Buch steht. „Deshalb sollte das, was ich in diesem Buch bewusst nur als ‚Beobachtungen‘ bezeichne, nicht als die so genannte Wahrheit angesehen werden, sondern vielmehr zum eigenen Denken anregen“, schreibt der 60-Jährige in seinem Vorwort. Darum freue er sich auch über Bemerkungen und Anregungen anderer zu seinen Beobachtungen. Vor allem junge Menschen wolle er mit seinen Worten erreichen.

Zurzeit sucht Klaus Exsternbrink einen Verlag, der seine „Beobachtungen“ veröffentlichen will. Am 10. September hat er ein Gespräch bei der IHK in Dortmund. Mit der Schwerter Volkshochschule hat er bereits über die Möglichkeiten einer Lesung gesprochen. „Dafür brauche ich allerdings erst eine ISBN-Nummer“, erklärt Exsternbrink.

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