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Erfolg für Schwerter Postbote

SCHWERTE Ihr Erfolg hat sie selbst am meisten überrascht: Noch in diesem Monat will der Postzustelldienst „Schwerter Postbote“ schwarze Zahlen schreiben. Im Mai hatten ehemalige PIN-Mitarbeiter das Unternehmen gegründet.

Erfolg für Schwerter Postbote

Viel zu tun: "Schwerter Postbote" Jürgen Radestock beim Innendienst an der Hagener Straße.

„Wir hätten nie in so kurzer Zeit mit einem solchen Erfolg gerechnet“, zieht Mitarbeiter Jürgen Radestock drei Monate nach der Gründung eine positive Bilanz. Die Zahl der Mitarbeiter hat sich fast verdoppelt, die Zahl der Großkunden auf 25 verdreifacht. Seit gestern können erstmals auch Briefsendungen bundesweit versendet werden. Der „Schwerter Postbote“ kooperiert dafür mit dem Logistikunternehmen TNT.

Mit dem Slogan „Kurze Wege, kleine Preise“ hatten acht ehemalige Mitarbeiter von Jonas- und PIN-Mail am 19. Mai den Postdienst gegründet. An der Hagener Straße 69 ist die Hauptfiliale des Unternehmens, außerdem wurden vier Annahmestellen in den Ortsteilen eingerichtet. „Wir sind von Anfragen förmlich überrannt worden“, betont Radestock. Aus den acht Mitarbeitern sind mittlerweile 14 geworden. Ende September sollen noch einmal neue Mitarbeiter eingestellt werden. „Außerdem mussten wir die Zustellbezirke verkleinern – sonst wären es Vollzeitjobs geworden“, erklärt der Mitarbeiter. Die 400-Euro-Jobber bekommen den Mindestlohn gezahlt, sie erhalten Kilometergeld und sind versichert. „Demnächst wollen wir auch Dienstfahrräder anschaffen. In Blau“, erklärt Radestock.

Der Schwerpunkt des „Schwerter Postboten“ liegt derzeit auf den Großkunden. Seit Anfang August ist der katholische Pastoralverbund probeweise Kunde. „Auch wir müssen wirtschaftlich denken“, betont Pfarrer Peter Iwan. Die Preise innerhalb Schwertes seien einfach deutlich günstiger als bei der Post. „Wenn wir an die Gremienmitglieder oder unsere Kommunionkinder schreiben, sind das schnell 100 Briefe“, zählt er auf. Bis jetzt laufe die Zusammenarbeit mit dem „Schwerter Postboten“ gut. Nun wollen die „Briefträger aus Leidenschaft“ noch mehr Laufkundschaft locken. In den Vororten sollen weitere Annahmestellen eingerichtet werden. „Bislang hatten wir einfach keine Zeit für Gespräche“, so Radestock.

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