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Erpresser verschlüsselte mit Darknet-Browser

Schulerpresser in Schwerte noch nicht überführt

Die Untersuchung des beschlagnahmten Computers ist noch nicht abgeschlossen. Doch auch wenn es soweit ist, muss die Polizei noch weiterermitteln.

Schwerte

von Heiko Mühlbauer

, 12.06.2018
Erpresser verschlüsselte mit Darknet-Browser

Die Theodor-Fleitmann-Gesamtschule wurde erpresst. Paulitschke (A) © Bernd Paulitschke

Wenig Neues gibt es im Fall des Schulerpressers. Die Polizei hatte bereits am 30. Mai einen Laptop-Computer und ein Smartphone beschlagnahmt. Seitdem herrscht Funkstille. Wir fragten bei der Polizei nach, wie der Stand der Ermittlungen ist.

Warum dauert die Auswertung des Computers so lange?

„Wir suchen ja nicht nach offensichtlichen Dingen, sondern nach versteckten Dateien“, erklärt Polizeisprecher Thomas Röwekamp. Das könne einige Zeit in Anspruch nehmen. Und der Fall sei ja auch nicht der einzige, den die Experten bearbeiten müssen. Die hätten bereits im Vorfeld erklärt, dass die Untersuchung der beiden Geräte mindestens drei Wochen dauern würde.

Wenn man im Computer Anhaltspunkte gefunden hat, ist der Fall abgeschlossen?

Nein, denn bislang habe sich der Verdächtige nicht zu dem Fall geäußert. Deshalb sei man auf Indizien angewiesen, so die Polizei.

Kann man einfach einen Computer bei Verdacht beschlagnahmen?

Nein, dazu wurde ein Antrag bei der Staatsanwaltschaft gestellt, dem auch stattgegeben wurde. Also gibt es einen hinreichenden Tatverdacht.

Warum kann man die E-Mails des Erpressers nicht vom Adressaten her zum Absender verfolgen?

Um die Mails zu versenden, wurde ein sogenannter Tor-Browser benutzt. Damit können auch Laien verhältnismäßig unkompliziert ihre Aktivitäten im Internet verschleiern. Die Browser, die eigentlich dazu geschaffen wurden, anonymes Surfen im Netz zu ermöglichen, gerieten zuletzt durch ihre Nutzung für das sogenannte Dark-net in Verruf.

Warum ist die Polizei so sparsam mit ihren Angaben?

Zum einen handelt es sich bislang ja noch um einen Verdacht und keine endgültige Aufklärung. Zum anderen soll es sich bei dem Verdächtigen um einen Minderjährigen handeln.hm

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