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Fast zwei Quadratmeter alte Schule

RHEINEN Vom Kepps-Hof-Gemälde musste Walfried Gerlach noch drei Meter abschneiden. Sein jüngstes Werk malte er gleich passend für die Wand des Dorfgemeinschaftshauses.

Fast zwei Quadratmeter alte Schule

Günter Keller und Maler Walfried Gerlach (r.) mit dem neuen Bild.

Die Ansicht der ersten Hennener Schule schmückt 1,60 mal 1,20 Meter groß genau die kahle Stelle des Versammlungsraumes, den einst die Tafel einnahm. Als zweiter Blickfang neben der überdimensionalen, drei mal neun Meter messenden Landschaft mit dem Bauernhof. Das war allerdings auch ursprünglich als Bühnenbild für die 900-Jahr-Feier des Ortsteils entstanden und fand erst später seinen Ehrenplatz im Dorfgemeinschaftshaus.Eine der ältesten Schulen Dass in dessen Räumen früher Generationen von Rheinenern das Lesen, Schreiben und Rechnen lernten, inspirierte Gerlach dazu, jetzt die erste Rheinener Schule zu malen. „Es ist wohl eine der ältesten Schulen in der ganzen Umgebung“, weiß der 83-Jährige. In dem 1955 abgerissenen Fachwerkhaus, das der Alten Schulgasse ihren Namen gab, schwang bis 1825 der Herr Lehrer den Rohrstock. Danach diente es Wohnhaus.Eine Woche Arbeit Trotzdem hatte Gerlach große Mühe, ein Foto als Vorlage für sein Projekt zu erhalten. Nach vergeblicher Suche in Rheinen wurde er schließlich in Hennen fündig. Eine Woche lang arbeitete der frühere Eisenmenger-Dekorateur mit bunten Temperafarben, um das Gebäude in Abendstimmung auf die Leinwand zu bringen. Erneut ließ er dabei sein Können aufblitzen, dass er als Plakatmaler gelernt hatte. Das Bild schmückt jetzt das Dorfgemeinschaftshaus, das um 1920 als Nachfolgerin der ersten Schule errichtet worden ist. „In den Jahren zwischendurch müssen die Schüler wohl nach Hennen oder Kalthof gegangen sein“, vermutet Gerlach.

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