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In Lkw versteckte Flüchtlinge

Flüchtlinge entlasten den Fahrer des Kühl-Lasters

Schwerte Woher kamen die acht Flüchtlinge, die am Montag in einem Kühl-Lastwagen an der A1 in Schwerte gefunden wurden? Und wohin gehen sie nun? Drohen ihnen Konsequenzen? Darauf gab es am Dienstag Antworten. Den Lkw-Fahrer jedenfalls entlasteten die Flüchtlinge in der Befragung.

Flüchtlinge entlasten den Fahrer des Kühl-Lasters

Einsatz auf dem A1-Rastplatz Lichtendorf-Süd: Polizei und Feuerwehr befreiten acht Flüchtlinge aus einem Kühl-Laster. Foto: Foto: Alex Talash

Bei den acht Menschen, die am Montag an der A1-Raststätte Lichtendorf-Süd aus einem Kühl-Lkw befreit wurden, handelt es sich um eine siebenköpfige Familie und einen alleinreisenden Mann, offenbar aus dem Irak. Sie sind inzwischen auf der Weiterreise nach Großbritannien.

Sie scheinen ohne Wissen des litauischen Lastwagenfahrers von Schleusern auf den Lkw gebracht worden zu sein, und zwar irgendwo in Frankreich. Die Flüchtlinge, die kein Asyl in Deutschland anstrebten, befinden sich inzwischen ebenso auf der Weiterreise wie der Lastwagenfahrer.

Zwar seien die Menschen illegal nach Deutschland eingereist, erklärte Constanze Rauert, Pressesprecherin des Kreises, das sei aber kein Grund für eine Festsetzung gewesen. Die Flüchtlinge seien zuvor in keinem anderen Land registriert worden, deshalb habe man sie weiterreisen lassen. Es sei nicht bekannt, wie die Menschen ihre Weiterreise organisiert hätten.

Nur einer hatte Papiere

Ute Hellmann von der Pressestelle der Kreispolizei in Unna bestätigte, dass die drei Erwachsenen und fünf Kinder an ihrem Plan festhalten wollten, nach Großbritannien zu reisen. „Wir haben die Erwachsenen vernommen und erkennungsdienstlich behandelt“, berichtete Ute Hellmann. Nur einer habe sich mit Papieren ausweisen können. Die Flüchtlinge konnten nicht genau sagen, wo in Frankreich sie den Lastwagen bestiegen haben.

Der Fahrer wusste zu berichten,dass er nach der Beladung des Fahrzeugs mit Blumenkohl in der Bretagne gestartet sei. Danach habe er in Frankreich auch noch vorgeschrieben Pausen eingelegt. Er habe nicht bemerkt, dass die Menschen den Laderaum bestiegen haben. Ute Hellmann: „Die Flüchtlinge haben glaubhaft versichert, dass der Lkw-Fahrer nichts wusste. Sie sind von Schleusern vom Irak über die Türkei nach Frankreich und dort heimlich auf den Lkw gebracht worden.“ Weil die Flüchtlinge die Version des Fahrers bestätigt haben und der Litauer zudem selbst in Lichtendorf die Polizei hat rufen lassen, durfte er am Montagabend seine Tour fortsetzen. Die führte übrigens gar nicht nach Großbritannien, sondern sollte nach einem Ablade-Stopp in Hannover mitsamt dem letzten Blumenkohl in Hamburg enden.


Die Luft im Kühl-Laster wurde knapp

Die Flüchtlinge hätten von Frankreich bis Lichtendorf bei 5 Grad auf den Kunststoffkisten mit dem Gemüse gesessen und schließlich Alarm geschlagen, als die Luft knapp wurde. Sie seien ambulant versorgt worden, erklärte Ute Hellmann, hätten aber nicht ins Krankenhaus gemusst.

Acht Flüchtlinge in Schwerte aus LKW gerettet

Auf A1-Rastplatz: Polizei befreit Menschen aus Kühl-Laster

Schwerte Spektakulärer Einsatz auf der A1-Raststätte Schwerte-Lichtendorf: Die Polizei hat am Montagmittag acht Flüchtlinge aus einem Kühl-Lastwagen befreit: vier Erwachsene, zwei Jugendliche, zwei Kinder. Was wir bisher wissen - und was noch nicht.mehr...

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