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Grabplatten gestohlen

Friedhofsdiebe hinterlassen in Schwerte „Gaunerzinken“

Schwerte Ausgerechnet kurz vor Allerheiligen haben Diebe auf dem Katholischen Friedhof in Schwerte fünf kupferne Grabplatten gestohlen. Auffällig: Die Täter markierten den Tatort mit einem Zeichen, sogenannten „Gaunerzinken“. Der ehemalige Schwerter Kripo-Chef sagt: Das lässt Rückschlüsse auf die Kriminellen zu.

Friedhofsdiebe hinterlassen in Schwerte „Gaunerzinken“

Fünf schwere kupferne Grabplatten haben Metalldiebe von der Familiengrabstätte Küster gestohlen. Foto: Reinhard Schmitz


Nur die nackten Betonfundamente blieben zurück: Fünf Grabplatten aus zwei Zentimeter dickem Kupfer haben unbekannte Diebe auf der Gruft der Unternehmerfamilie Küster auf dem Katholischen Friedhof in Schwerte aus ihrer Verankerung gebrochen und gestohlen. Die Tafeln seien jeweils 100 mal 50 Zentimeter groß gewesen, berichtete die Polizei-Leitstelle in Unna amn Allerheiligentag auf Anfrage. Die Tat habe sich zwischen dem 16. und 30. Oktober ereignet.

„Gaunerzinken“ an einer Mauer entdeckt

Die Kupferplatten befanden sich auf dem hinteren Teil der Grabanlage, die an die Umfassungsmauer zum Kaufland-Gelände grenzt. Dort entdeckte Friedhofsgärtnermeister Heiner Knostmann nicht nur Schleifspuren, sondern auch sogenannte „Gaunerzinken“, mit denen Kriminelle Tatorte markieren. Eine Art Harke, umgeben von einem Kreis, ist frisch in den Deckstein eingeritzt.

Friedhofsdiebe hinterlassen in Schwerte „Gaunerzinken“

Auf der Umfassungsmauer zum Kaufland-Gelände entdeckten die Friedhofsgärtner die Gaunerzinken. Foto: Reinhard Schmitz

„Früher war das gang und gäbe“, berichtet der ehemalige Schwerter Kripo-Chef Günter Braun. Heute nutzten die Straftäter meistens andere Kommunikationswege. Deshalb spreche die klassische Methode dafür, dass es sich um Banden aus Osteuropa handeln könnte.

Es werde arbeitsteilig vorgegangen: Einer ist für das „Ausbaldowern“ von lohnenden Objekten zuständig und bringt die Markierungen an. Andere führen später die Tat aus.

Zum Abtransport der schweren Grabplatten müssen das kräftige Männer gewesen sein, die ihre Beute ein ganzes Stück weit die Böschung herunterschleppen mussten. Vermutlich hatten sie irgendwo in der Nähe des Kauflands dann einen Transporter geparkt, sagte Knostmann.

Hohe Altmetallpreise machen Edelmetalle auf Gräbern attraktiv

Edelmetallschmuck auf Gräbern lockt angesichts gestiegener Altmetallpreise immer wieder Kriminelle an. Erst im August entwendeten sie auf dem Evangelischen Friedhof in Geisecke einen fast 1,40 Meter hohen Bronzeengel. Fein säuberlich war die rund 80 Kilogramm schwere Statue von ihrem Sockel abgeflext worden. Kurz darauf verschwand eine 60 Zentimeter hohe Madonna aus Bronze vom Waldfriedhof. Die kleinen einbetonierten Grablaternen aus demselben Material interessierten die Täter dagegen nicht.

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