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Gewässerschützer testen Schwerter Brunnen

SCHWERTE Das "Labormobil" machte in Schwerte Station. In Sprudel-Flaschen brachten die Nutzer von Brunnen Proben mit. Im Schnellverfahren erfuhren sie, ob ihr Wasser Bakterien enthält.

Gewässerschützer testen Schwerter Brunnen

"Wir hätten gerne ein Wassertretbecken im Mühlenstrang. Was muss man da für eine Wasserqualität haben?“ Annette Ernsts Frage war gestern eher ungewöhnlich für Diplom-Physiker Harald Gülzow. Der Umweltschützer stand mit dem Labormobil des VSR-Gewässerschutzes auf dem Postplatz. Und konnte jede Menge Wasserproben der heimischen Brunnenbesitzer in Empfang nehmen.

Eine Antwort für die Tretbecken-Interessentin hatte der Experte natürlich parat. „Es sollte auf jeden Fall Badewasserqualität haben“, erklärte der Experte aus Geldern am Niederrhein, der mit seinem Labormobil in ganz Deutschland unterwegs ist. Eine bakteriologische Untersuchung sei auf jeden Fall angebracht. Auch wenn Annette Ernst keine Probe aus dem Mühlenstrang dabei hatte: Die Adresse des VSR-Gewässerschutzes in Geldern hat sie nun. Der „Verein zum Schutze des Rheins und seiner Nebenflüsse“ kann also mit einem weiteren Paket aus Schwerte rechnen. „Für uns in der Stadt und für die Touristik wäre so ein Wassertretbecken wirklich schön“, meinte Annette Ernst gestern. Harald Gülzow hatte schon einige Proben in Empfang genommen. „14 Flaschen innerhalb einer halben Stunde, das ist schon viel“, meinte der Umweltschützer.

Zu den Auftraggebern gehörten Brunnenbesitzern wie Karl-Heinz Becker aus Rheinen. „Wir nutzen das Wasser für Tee und auch sonst als Trinkwasser“, berichtete Becker, der regelmäßig Untersuchungen auf den Nitrat-, Säure- und Salzgehalt machen lässt. Eine bakteriologische Untersuchung gehört für ihn dazu. „Mit den Belastungen kann es heute sehr schnell gehen“, weiß Becker. Eine „Garten- und Brauchwasseruntersuchung“ gab auch Eckehard Weist aus der Kötterbachstraße in Auftrag.

„Allein zur Sicherheit“ möchte er wissen, was aus dem eigenen Brunnen kommt und die Pflanzen erfreut. „Erhöhte Nitratwerte“ wegen der Landwirtschaft stellen Harald Gülzow und sein Labor in der Ruhrstadt manchmal fest. Neue Ergebnisse erhalten die Schwerter in 14 Tagen per Post vom Niederrhein.

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