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Prozess vor dem Amtsgericht

Halbnackt Passanten belästigt: Haftstrafe

SCHWERTE Gleich fünfmal ist ein 51-Jähriger im vergangenen Jahr dadurch aufgefallen, dass er untenrum unbekleidet durch die Schwerter Straßen gelaufen ist. Das Schwerter Amtsgericht verhandelte den Fall am Freitag und legte sich fest, dass eine Bewährungsstrafe nicht mehr genüge. Denn der 51-Jährige war nicht zum ersten Mal durch Blankziehen in der Öffentlichkeit aufgefallen.

"Ein Jahr und sechs Monate Freiheitsstrafe ohne Bewährung wegen Erregung öffentlichen Ärgernisses." So lautete das Urteil beim knapp vierstündigen Prozess gegen den 51-Jährigen, der zwischen Juni und August 2015 auffiel. Mehrfach sahen Passanten den Schwerter leicht bekleidet oder sogar ohne Hose, sodass sein Geschlechtsteil zu sehen war. So unter anderem am Postplatz, in den Ruhrwiesen und an der Lohbachstraße.

„In allen fünf Fälle fühlten sich Personen gestört“, fasste Richterin Inga Meyer die Aussagen der Zeugen zusammen, die das Verhalten zuvor als „abstoßend“, “widerlich“ und „ekelhaft“ beschrieben.

Nacktheit ein Recht der Demokratie?

Schon in der Vergangenheit fiel der Schwerter dadurch auf, dass er unbekleidet durch Schwerte lief und wurde 2013 zu einer Bewährungsstrafe verurteilt. Einsichtig zeigte sich der Angeklagte allerdings trotzdem nicht. „Ich finde, ich habe mich hier nicht strafbar gemacht. Ich darf hier nackt rumlaufen. Das ist eine Demokratie.“ Das sah das Gericht allerdings anders und bewertete die Aktionen als öffentliche Präsentation seines besten Stücks. „Sie wissen genau, dass die Leute in Schwerte das nicht wollen. Das sollte nach den vorherigen Verhandlungen klar sein“, sagte Richterin Inga Meyer.

Der Angeklagte wurde während der Verhandlung mehrfach für seine abfällige Gestik gegenüber Zeugen ermahnt. Innerhalb von einer Woche kann der Angeklagte nun Einspruch gegen das Urteil einlegen.

SCHWERTE Wie viel nackte Haut darf man in der Öffentlichkeit zeigen? Für die Schwerter Amtsrichterin Rohde war der Fall klar: Nur in einem Stringtanga über den Ruhrwanderweg zu gehen, verstoße gegen das Scham- und Anstandsgefühl, wertete sie. Ein 50-Jähriger muss deshalb jetzt 100 Euro Strafe zahlen. Doch das will er nicht akzeptieren.mehr...

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