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AWO-Bezirkskonferenz

Hannelore Kraft zu Gast in Schwerte

SCHWERTE Hannelore Kraft war am Donnerstag auf der Bezirkskonferenz der Arbeiterwohlfahrt (AWO) zu Gast. Sie erhielt die „Marie-Juchacz-Plakette“ für ihr Engagement in der sozialen Arbeit. Dabei betonte die Ministerpräsidentin vor allem eins: Um die Zukunft der AWO müsse sich keiner Sorgen machen.

Hannelore Kraft zu Gast in Schwerte

Ministerpräsidentin Hannelore Kraft bei der AWO-Konferenz in Schwerte.

"Wie schafft man eine soziale und gerechte Politik bei schwierigen Rahmenbedingungen, wenn die Märke kein Garant mehr sind, dass es sozial und gerecht zugeht?“, so lautete die Ausgangsfrage der Rede von Ministerpräsidentin Hannelore Kraft auf der Bezirkskonferenz der Arbeiterwohlfahrt (AWO) am Donnerstag im Freischütz. Kraft gab sich kämpferisch und engagiert, überzeugt und überzeugend, authentisch und warmherzig – ein guter Auftakt der Bezirkskonferenz aus Sicht der über 500 Delegierten, die ihre Rede immer wieder mit viel Beifall bedachten.

So wenn Kraft zur aktuellen Debatte über das Betreuungsgeld Stellung bezog, das ihrer Meinung nach „unsinnig“ und „ungerecht“ sei. Letztlich wolle der bayerische Ministerpräsident Seehofer nur „auf dem Rücken der Leute“ Geld sparen bei der Einrichtung von Krippenplätzen. Allein beim Thema Pflege ging Hannelore Kraft knapp auf die aktuellen Koalitionsverhandlungen im Landtag ein. In großer Runde werde dort das Thema besprochen mit dem Ziel, älteren und pflegebedürftigen Menschen möglichst lange ein Leben zu Hause zu ermöglichen.

Die aktuell diskutierte Zusatzversicherung zur Pflegeversicherung bezeichnete Kraft als puren „FDP-Lobbyismus“. Viel Zwischenapplaus von den Delegierten gab es für Krafts Forderung nach einer besseren Bezahlung der Pflegekräfte.  Im Anschluss an ihre Rede verlieh Wilhelm Schmidt, Vorsitzender des Präsidiums der AWO in Deutschland, Hannelore Kraft die „Marie-Juchacz-Plakette“ für ihr Engagement und ihre Impulse in der sozialen Arbeit und in der Sozialpolitik auf Landes- und Bundesebene.

 Die AWO will Sprachrohr für all diejenigen sein, die auf Unterstützung angewiesen sind und die nur eine schwache Lobby in der Gesellschaft haben, wie es in zahlreichen Grußworten zur Bezirkskonferenz hervorgehoben wurde. Auch Schwertes Bürgermeister Heinrich Böckelühr betonte in seinem schriftlichen Grußwort, dass es „in diesen Tagen wichtiger denn je“ sei, den „Zusammenhalt mit Herz“ zu fördern. Daraus erwachse die Bedeutung der AWO auch für Schwerte, wo sie „fest im Gemeinwesen verwurzelt“ sei.

 Die AWO kann bundesweit eindrucksvolle 45  000 organisierte Mitglieder in insgesamt 350 Ortsvereinen vorweisen. Um die Zukunft der AWO, so Hannelore Kraft, müsse einem nicht bange sein, stünden doch gerade für die Führungspositionen des Verbandes junge und tatkräftige Menschen zur Verfügung – zur Stärkung der Solidargemeinschaft unseres Landes. 

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