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Hengstenberg-Gelände: Stadt soll 100.000 Euro zahlen

SCHWERTE Noch einmal übel eingeschenkt hat die frühere Brauerei Ostermann der Stadt Schwerte: 100 000 Euro soll sie Investor Tecklenburg nachzahlen, weil unterirdische Bierkeller diesen beim Bau der Seniorenresidenz behinderten.

Hengstenberg-Gelände: Stadt soll 100.000 Euro zahlen

Zur Zeit eine Baufläche: Das Gelände der alten Brauerei.

Einem entsprechenden Vergleichsvorschlag des Landgerichtes Hagen hätten beide Seiten zugestimmt, bestätigt Udo Steinke, stellvertretender Leiter des Bereichs Recht. Damit blieb das Gericht erheblich unter der Summe von rund 550 000 Euro, auf die der Investor ursprünglich geklagt habe. Dazu müsse Tecklenburg einen Großteil der Gerichtskosten zahlen. Denn die Stadt hatte sich bei dem Rechtsstreit, der mittlerweile schon zehn Aktenordner füllt, von einem Fachanwalt vertreten lassen.Darauf verlassen, dass der letzte Nutzer die Keller verfüllt hatte Im Rathaus war man davon ausgegangen, dass die alten Gewölbekeller samt Rampe schon zwölf Jahre vor dem Verkauf an Tecklenburg eingerissen und verfüllt waren. So sei es einst vereinbart worden, als man das Gelände vom letzten Nutzer Hengstenberg übernommen habe, erklärt Steinke. Denn das Gelände musste tragfähig sein, um es zunächst als Parkplatz herrichten zu können. Ein Ingenieurbüro habe die Statik anschließend überprüft. Im Vertrag mit Tecklenburg hatte die Stadt laut Steinke deshalb nur Vorsorge für „typische Altlasten“ wie einsickerndes Benzin oder Öl getroffen, über die ein Gutachten Auskunft gab. Deren Beseitigung sollte der Investor bis zu einer Höhe von 200 000 Mark (!) selbst übernehmen. Darüber hinaus gehende Kosten wollte man sich teilen. Dieser Fall trat tatsächlich ein, so dass die Stadt schon einmal 73 471,80 Euro zuschießen musste. Bei der Abrechnung war die D-Mark schon Geschichte.Stadt verklagt, nachdem ein Bagger eingesackt war

Doch damit gab sich der Investor nicht mehr zufrieden, nachdem ein Bagger bei den Ausschachtungsarbeiten für die Seniorenresidenz in den alten Gewölben eingesackt war. Weil das Gründungsverfahren geändert werden musste und sich die Bauzeit verlängerte, wurde die Stadt auf rund 550 000 Euro verklagt. „Wir können nicht auf einen Mangel hinweisen, von dem wir meinen, es gibt ihn gar nicht“, sah Steinke die Sachlage ganz anders. Das Gericht habe sich dieser Meinung zumindest teilweise angeschlossen.

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