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Ur-Ahn der Unternehmen

Hoesch Schwerter Profile eine der ältesten Firmen bundesweit

SCHWERTE Krupp von 1811 und Thyssen von 1871 sind dagegen Jungspunde: „Hoesch Schwerter Profile ist eines der ältesten Unternehmen in NRW, vermutlich auch bundesweit“, weiß Dr. Andreas Acktun. Seit 1745 kann der Historiker lückenlos die Unternehmensgeschichte nachweisen.

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Als Historiker erforscht Dr. Andreas Acktun, Leiter des Controllings, auch die Unternehmensgeschichte vo Hoesch-Schwerter Profile. Er hat auch eine der ersten Aktien von 1872 aufgestöbert.

Die ältestes Ansicht von Hoesch-Schwerter Profile aus dem Jahre 1888: Am rechten Bildrand verläuft die Eisenbahnlinie, die Schornsteine markieren den Standort des heutigen Walzwerks. Die diagonal nach links verlaufende Häuserreihe ist längst verschwunden, weil das Werksgelände weiter nach vorne gwachsen ist. Ungefähr ihrem Anfang wurde das Verwaltungsgebäude gebaut.

Im Jahre 1745 gestattete der Kurfürst von Köln dem Grundherrn Johann Heinrich von Dücker in Menden-Rödinghausen den Abbau und die Weiterverarbeitung von Eisenerz. Die Urkunde, die im Westfälischen Archivamt in Münster aufbewahrt wird, belegt die Gründungsstunde des Unternehmens, das heute Hoesch-Schwerter Profile heißt.

Der Aufsehen erregende Fund gelang dem Leiter des Hoesch-Controllings bei seiner Recherche im Westfälischen Archivamt in Münster. Unter den Dokumenten entdeckte er die Belehnungs-Urkunde, die Firmengründer Johann Heinrich von Dücker den Abbau und die Weiterverarbeitung von Eisenerz gestattete.

Mit Brief und Siegel unterschrieben vom Kölner Kurfürsten Clemens August im Jahre 1745. Seit diesem Zeitpunkt – so stellt Dr. Acktun heraus – sei der Betrieb immer in der Montanindustrie tätig gewesen. Zwar lagen die Ursprünge in den Dückerschen Familienländereien in Menden-Rödinghausen im Hönnetal. Doch als 1868 das Zweigwerk in Schwerte gebaut wurde, entwickelte es sich rasch zum eigentlichen Kern des Unternehmens. Schon 1885 wurde der Mendener Betriebsteil geschlossen.

„Man konzentrierte sich auf den besseren Standort Schwerte“, weiß Dr. Acktun. Während im Hönnetal noch auf Pferdefuhrwerke verladen werden musste, war in Schwerte längst der Gleisanschluss verlegt. Ein Frachtkostenvorteil von acht Mark pro Tonne Eisen, deren Herstellung insgesamt damals 123 Mark kostete.Im Jahre 1850 von den Iserlohner Kaufleuten Kissing und Schmöle erworben, firmierte das Unternehmen noch bis 1914 als „Eisenindustrie zu Menden und Schwerte“. Danach wanderte es durch verschiedene Hände von der Stumm-Gruppe über die Dortmund-Hörder Hüttenunion bis zu ThyssenKrupp, bevor es 2006 von der italienischen Calvi-Gruppe übernommen wurde. Alles dokumentiert im Rechner von Dr. Acktun, der seit 2008 mit Leidenschaft die Firmengeschichte erforscht.

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