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Kein Platz für Steeldrums

SCHWERTE Dass ihm noch einmal ein Lautsprecher auf den Kopf fallen könnte, brauchte Eckhard Schulz in der "Keule" eigentlich nicht zu befürchten.

Kein Platz für Steeldrums

Die O.T.C.-Band mit Gastsänger Eckhard Schulz und der stimmgewaltigen Sängerin Heike Meering garantierte in der "Keule" die gelungene Fortsetzung des Kneipenkultur-Festivals.

Fest wie ein Turm in der Schlacht ragten die Boxen über der wogenden Menge, die dem Gastsänger beim zweiten Abend des Kneipenkultur-Festivals zujubelte. Ganz anders als vor 42 Jahren in einem anderen Saal, als die Rückkopplung eines 200-Watt-Verstärkers einen 3,50 m hohen Lautsprecherstapel förmlich abheben ließ - und die oberste Box Schulz am Schädel traf.

Seitdem verzichtet das Urgestein der legendären Dortmunder Mardi-Gras-Band nie auf seine Strickmütze. Ganz egal, wie heiß es Rampenlicht und schwitzende Fans werden lassen. Doch in der "Keule" hatte er Glück. Mit einem Schalterdruck konnte Wirt Jochen Melzer das Dach seines Wintergartens auffahren, wenn Sauna-Temperaturen drohten.

Diese ballen sich unvermeidlich zusammen, sobald die O.T.C.-Band die Bühne entert. Selbst auf den Stühlen wippten die weiblichen Fans bei der kultverdächtigen Truppe mit, die von Raoul Vandetta eigens zum Festival gegründete worden ist.Kultverdächtige Truppe

Mittendrin die stolzen Eltern der Sängerin Heike Meering. Die Kellner hatten ihre liebe Mühe, ihre mit Biergläsern gefüllten Tabletts über die Köpfe zu balancieren.

Ganz einfach eine angenehme, friedliche Stimmung, die für Eckhard Schulz geradezu nach einer Fortsetzung schrie: "Es sollte nicht ein einmaliges Erlebnis gewesen sein." Vielleicht bringt der Sänger dann auch eine seiner Steeldrums mit, deren Bau er sich seit 30 Jahren verschrieben hat. Diesmal war in dem proppenvollen Wintergarten einfach kein Platz für ein zusätzliches Instrument mehr frei.

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