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Sanierungsarbeiten

"Keule" in Schwerte bekommt neuen Blickfang

SCHWERTE Die Besitzer der „Keule“ in Schwerte investieren weiter. Vor drei Jahren haben sie die Esskneipe um einen Raum im Nachbarhaus erweitert. Nachdem die namensgebende hölzerne Keule den Weg alles irdischen gehen musste, wird die Fassade jetzt saniert und erhält einen neuen Blickfang.

"Keule" in Schwerte bekommt neuen Blickfang

Neu gestaltet wird die Fassade der Esskneipe Keule in der Wilhelmstraße. Als besonderer Clou wird über dem Eingang als Vordach ein historischer kupferner Sudkessel der früheren Dortmunder Kronen-Brauerei montiert.

Die hölzerne Keule an der Fassade musste den Weg alles Irdischen gehen. Stattdessen wird ein massives Stück Brauereigeschichte zum Wahrzeichen der Esskneipe „Keule“ an der Wilhelmstaße 26. Die Kupferhaube eines historischen Sudkessels soll als Vordach die Gäste schützen. „Sie stammt von der Dortmunder Kronen-Brauerei“, berichtet Jochen Melzer, der die Gaststätte mit seinem Bruder Rainer Melzer betreibt.

Gut 600 Kilogramm bringt das Schmuckstück aus massivem Metall auf die Waage. Deshalb sei es nicht einfach gewesen, die Idee umzusetzen, sagt Melzer. Es musste eine Statik berechnet werden. Kräftige Gewindestangen und Kontergewichte werden die Stabilität garantieren.

„So was kriegt man nicht mehr“, schwärmt Melzer: „Das ist noch richtig getrieben aus einem Stück.“ Nicht einfacher Edelstahl, wie er heutzutage in der Bierproduktion verwendet wird. Nach der Stilllegung der Braustätte hatte der Gastronom sich den Kupferkessel gesichert. „Da hatte jemand Schrott gekauft und uns weiterverkauft“, erzählt Melzer. Bezahlt habe er noch mit D-Mark, die übrigens bis heute an seinem Tresen als Zahlungsmittel akzeptiert wird.

Kupferhaube soll in der nächsten Woche angebracht werden

Im Zuge der Renovierung der kompletten Fassade, die derzeit eingerüstet ist, kann das Kupferstück über dem Eingang montiert werden. Die Bohrungen werden schon jetzt mithilfe einer Schablone vorbereitet. „Wir werden nächste Woche versuchen, die Kupferhaube anzubringen“, kündigt Melzer an. Ein LKW-Kran werde das Schwergewicht in die Höhe von 4,5 Metern anheben. Es wird an der Wand vier Meter in die Breite ragen, nach vorn zwei Meter weit über den Eingang.

Genau genommen, handelt es sich nur um die Hälfte des früher kreisrunden Sudkessels, der in der Mitte geteilt worden ist. Die andere Hälfte hat Melzer noch eingelagert. „Sie soll mal über den Parkplatz-Eingang“, erklärt er. Ein paar Schritt entfernt, an der Ecke zur Kantstraße, können seine Gäste ihre Fahrzeuge sicher auf dem Gelände einer früheren Adler-Tankstelle abstellen, das noch der Vorbesitzer durch einen Bodenaustausch saniert hatte. Der Blick von Kupferhaube zu Kupferhaube soll die Verbindung verdeutlichen.

Öffnungszeiten und Angebot bleiben gleich

Nicht wieder zurück kommt die hölzerne Keule, wenn die Fassade im unteren Teil in einem Sandton, darüber frisch grau gestrichen ist. Sie war vom Regenwasser angegriffen und morsch. „Da kann man imprägnieren, so viel man will, an den Schrauben läuft das Wasser rein“, sagt Melzer. Um Gefahren vorzubeugen, sei die Holzskulptur entsorgt worden.

Ausgetauscht werden auch noch die Frontfenster im dem Gebäude aus den 1920er-Jahren, das einmal eine Schusterwerkstatt war. Wie bereits an den Seiten kommen rote Alu-Elemente zum Einsatz. Ansonsten bleibt alles so, wie es die Melzers seit 33 Jahren für die Nachtschwärmer machen. Geöffnet wird immer ab 18 Uhr. Die Küche ist in der Woche bis 1 Uhr, am Wochenende bis 5 Uhr offen.

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