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Musik macht große Freude

SCHWERTE Er bestimmt, was die Schwerter hören. Professor Carl-Joachim Heinrich gestaltet als Vorsitzender der Konzertgesellschaft ihr Programm. Redakteurin Nicole Jankowski sprach mit ihm.

Musik macht große Freude

1983 begann Professor Carl-Joachim Heinrich im Chor der Konzertgesellschaft zu singen.

Sie engagieren sich seit fast zwanzig Jahren ehrenamtlich für die Konzertgesellschaft. Was bedeutet Ihnen die Musik ganz persönlich?Heinrich: Singen macht große Freude – es hat für mich aber auch eine therapeutische Wirkung, bei Stress wirkt es entspannend. Schon in der Schule und im Studium habe ich gesungen. Beim Freiburger Bach-Chor habe ich als Student die berühmtesten Solisten kennen gelernt. Als ich meine Professur an der Fachhochschule erhielt, war erst mal Schluss. Meine Frau hat mir dann ein Abonnement der Konzertgesellschaft geschenkt, deren Vorsitzender ich nunmehr seit 17 Jahren bin.Die Konzertgesellschaft will auch weiten Kreisen der Bevölkerung die so genannte ernste Musik nahebringen.Heinrich: Wenn jemand nach einem Konzert sagt: „Donnerwetter, ich hab gar nicht gedacht, dass Musik so große Freude machen kann“, dann haben wir unser Ziel erreicht. Darum gehen wir mit unseren Konzerten auch an ungewöhnliche Veranstaltungsorte, in diesem Jahr zum Beispiel die Kundenhalle der Volksbank oder das Autohaus Nolte. So versuchen wir, die Bevölkerung zu mobilisieren, neue Schichten anzusprechen. Aber wir können nicht immer Konzerte veranstalten mit 1000 Besuchern.Das ist sicher auch eine Kostenfrage. Wie eng ist der finanzielle Rahmen für die Konzertgesellschaft gesteckt?Heinrich: Der Zuschuss, den wir von der Stadt bekommen, ist seit 15 Jahren gleich. Wir haben allerdings in diesem Zeitraum unsere Zuschauerzahlen steigern können. Auch die Abo-Zahlen sind gestiegen. Über Werbung nehmen wir ebenfalls einen nicht geringen Betrag ein. Im Jahr können wir mit rund 60 000 Euro planen. Unsere Finanzen sind gesund. Kommt allerdings ein Konzert, das 8000 Euro kostet, aber nur eine geringe Zuschauerresonanz hat, müssen wir dieses Defizit dann im nächsten Jahr wieder ausgleichen.Was bedeutet das für die künstlerische Planung?Heinrich: Wir können nicht jeden Künstler einladen, den wir gerne wollen. Das ist schon ein Spagat. Denn die Musik darf nicht beliebig sein. Wir wollen natürlich ein Angebot, das so gut ist, dass Besucher sagen, da kann ich auch in Schwerte bleiben. Wir arbeiten zum Beispiel auch sehr gerne mit Stipendiaten und anderen jungen Künstlern zusammen. Die sind so voller Elan, Power und Begeisterung, das überträgt sich auf das Publikum. Und finanziell sind hier die Kosten erträglich.Sie bringen mit Ihren Kindergarten- und Schülerkonzerten auch junge Menschen zur Musik.Heinrich: Man kann nicht früh genug mit der Bindung an Musik beginnen. Sie ist ein wichtiger Faktor in der Entwicklung junger Menschen. Die Auseinandersetzung mit Musik fördert wichtige Kompetenzen und Fähigkeiten. Weil wir das wissen, wollen wir unseren Beitrag leisten. Aber auch alte Leute dürfen von der Musik nicht ausgeschlossen sein. Deshalb gehen wir mit unseren Künstlern auch in die Altenwohnheime. Und welche Rolle spielt die moderne Musik für die Konzertgesellschaft?Heinrich: Zeitgenössische Musik steht nicht im Fokus der Konzertgesellschaft. Aber sie wird in unserem Programm immer wieder einen Ort finden. So haben wir für das kommende Jahr eine Auftragsarbeit an den Schwerter Komponisten Sven Ingo Koch vergeben, die im Mai uraufgeführt wird. So freuen wir uns immer besonders, wenn auch einmal ein von uns beauftragter Künstler aus Schwerte kommt.

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