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Jubiläumsfeier

Naturbühne Hohensyburg feiert am Samstag ihren 60. Geburtstag

SYBURG Zu ihrem 60. Geburtstag feiert die Naturbühne Hohensyburg in Dortmund am Samstag ein Fest. Bei diesem Anlass werden alle 80 spielenden Mitglieder auf der Bühne stehen und auch einen Blick hinter die Kulissen ermöglichen. Wir haben uns dort schon jetzt umgesehen.

Naturbühne Hohensyburg feiert am Samstag ihren 60. Geburtstag

Sina Weber (v.l.), Mareike und Elke Eitner erinnern sich an ihre schönsten Erlebnisse auf der Naturbühne.

Die Requisite der Naturbühne Hohensyburg ist wie eine große Zeitkapsel. Wer die steile Treppe zur Kostümsammlung hinaufsteigt, schreitet zurück in der 60-jährigen Geschichte eines besonderen Kulturorts.Sina Weber hat eine Lieblingsrequisite. Die Sanduhr aus dem Stück „Der kleine Troll Krölle Bölle“. Webers erste Erinnerung an die große grüne Sanduhr ist 17 Jahre her. Sie war sieben und sah das Theaterstück in der Naturbühne. „Die Sanduhr faszinierte mich“, sagt die 24-Jährige heute und schaut auf die Requisite herunter, die sie in den Händen dreht. „Damals fand ich Krölle Bölle ganz toll“. An diesem Tag zog die Naturbühne sie in ihren Bann. Sie sah das Stück ein zweites Mal. Dann machte sie selbst mit.

 Heute ist Sina Weber Pressesprecherin, Regisseurin und Schauspielerin in einem Verein, der am Samstag vor genau 60 Jahren gegründet wurde. Rund 200 Mitglieder engagieren sich derzeit bei der Naturbühne, 80 davon stehen auf der Bühne. Laienschauspieler? Sina Weber schüttelt den Kopf. „Semiprofessionell“ treffe es eher, denn wer hier spielt, stehe nicht nur auf der Bühne, sondern habe auch schon dahinter geholfen und kenne den Theaterbetrieb in- und auswendig.  

 Für Elke Eitner brach die Liebe zur Schauspielerei im Syburger Wald durch Zufall aus. „Ein Anekdötchen“, nennt es die heutige erste Vorsitzende des Vereins. „Acht Frauen“ wurde aufgeführt. „Das Stück spielt in einer Zeit, in der die Haare toupiert getragen wurden“, erklärt Elke Eitner. Die gelernte Friseurin half damals in der Maske und wurde kurze Zeit später festes Mitglied bei der Naturbühne. Der Schritt auf die Bühne sei ihr leicht gefallen. „Man wächst ins Schauspiel hinein, die Zuschauer bemerkt man gar nicht“, sie lacht und sagt: „Trotzdem hat man natürlich Herzklopfen bis zum Hals.“ Ihre Lieblingsrequisite ist eine Maske aus dem Stück „Der Herr der Diebe“ – ihr erster Auftritt im Jahr 2007. Auch wenn das Theaterfieber Familie Eitner erst vor einigen Jahren erwischt hat – angesteckt hat es alle, besonders Tochter Mareike.

 Das Känguru aus dem Stück „Känga!“ war 2005 ihre erste Rolle. Von dem Kostüm ist heute nur noch der Schwanz übrig. Einige Stoffkängurus erinnern noch an die Aufführung. Mareike sagt, sie habe die Verwandlung beim Theater fasziniert. „Die Schauspieler gehen ganz normal in die Maske und Requisite und wenn sie wieder herauskommen, sind sie in der Rolle. Jemand ganz anderes“, beschreibt Elke Eitner. Mittlerweile stand sogar der Familienhund auf der Naturbühne.  „Das besondere Erlebnis in der Natur“ mache das Theater aus, findet Sina Weber. „Die Bühne fügt sich in den Wald ein. Wenn der Himmel klar ist, kann man einen schönen Sternenhimmel sehen.“

 Die Natur ist nicht immer freundlich: 2008 sorgte ein Platzregen dafür, dass der kleine Bach neben der Bühne zum reißenden Strom anschwoll und das Theater wegzuspülen drohte. Bei der Geburtstagsfeier am Samstag werden alle 80 spielenden Mitglieder auf der 60 Jahre alten Bühne stehen – wenn es nicht regnet. 

60 Jahre Naturbühne in Zahlen


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