Diese Website verwendet Cookies. Cookies gewährleisten den vollen Funktionsumfang unseres Angebots, ermöglichen die Personalisierung von Inhalten und können für die Ausspielung von Werbung oder zu Analysezwecken gesetzt werden. Lesen Sie auch unsere Datenschutz-Erklärung
Anzeige
Anzeige

Interkultureller Stadtrundgang

Plastikgondel aus der Heimat - Spuren der Gastarbeiter

SCHWERTE Ganze drei Quadratmeter Wohnraum und "ein Stück Tischplatte" stehen Menschen zu, die als Gastarbeiter in den 60er-Jahren in Deutschland arbeiteten. Der 5. Interkulturelle Stadtrundgang begab sich am Samstag auf die Spuren der ersten Gastarbeiter.

/
Die Vorsitzende des Integrationsrates, Aynur Akdeniz (Mitte) und Bürgermeister Heinrich Böckelühr (2.v.r.) repräsentierten die Veranstalter beim 5. Interkulturellen Stadtrundgang.

Folklorevorführungen ergänzten den informativen Teil, für den die Ausstellung über die ersten Gastarbeiter sorgte.

Das Dokument ist Teil einer vom Südwestdeutschen Rundfunk (SWR) konzipierten Ausstellung über die Anfänge der Geschichte der Gastarbeiter in Deutschland, die in der Werkhalle W 12 der Firma Hoesch Schwerter Profile im Rahmen des 5. Interkulturellen Stadtrundgangs am Samstag zu sehen war. Eingeladen hatten der Integrationsrat mit seiner Vorsitzenden Aynur Akdeniz und die Stadt mit Bürgermeister Heinrich Böckelühr.

Neben den Informationstafeln rühren besonders die authentischen Exponate der Ausstellung den Betrachter und lassen erahnen, wie tiefgreifend neu und umwälzend die Lebens- und Arbeitssituation in Deutschland für die Menschen gewesen sein muss, die aus Italien, Spanien oder der Türkei zu uns gekommen sind. Ein kleiner, abgenutzter Koffer voller Gewürze aus der Türkei, eine Plastikgondel aus Venedig – wehmütiges Bemühen, etwas Heimat festzuhalten, gegen die Entwurzelung in der Fremde. Der interkulturelle Stadtrundgang in Schwerte ist Ausdruck der aktiven Verständigung zwischen unterschiedlichen kulturellen Orientierungen. Zugleich ist er ein hoffnungsvolles Symbol der Toleranz gegenüber der Vielfalt der Kulturen, die den Alltag unserer Stadt mit prägen und bereichern, wie es in den Ansprachen an diesem Nachmittag betont wurde.

Dottore Riccardo Chini, Präsident der Calvi Holdinggesellschaft, zu deren Verbund Hoesch Schwerter Profile gehört, hob zudem die Kreativität, die Offenheit für Neues und die Innovationskraft hervor, die aus der Partnerschaft zwischen Menschen unterschiedlicher Herkunft und Kulturen wachsen.  Theo Odenthal, Geschäftsführer der Hoesch Schwerter Profile, unterstrich in seinen begrüßenden Worten die besondere Rolle ausländischer Arbeitnehmer für das Unternehmen. Mit Beginn der 60er-Jahre nahmen hier bereits die ersten Gastarbeiter ihre Arbeit auf. Unter ihnen auch Yenal Turan, erster ausländischer Arbeitnehmer aus der Türkei bei Hoesch, der bis heute in Schwerte lebt.

 Die Ausstellung des SWR, die leider nur für einen Tag in Schwerte bleiben konnte, umfasste nur die Jahre 1955 bis 1973. Vielleicht präsentiert der Interkulturelle Stadtrundgang demnächst eine Ausstellung, die aufzeigt, wie aus Gastarbeitern Freunde und Mitbürger geworden sind, wie Yenal Turan.  

Anzeige
Anzeige
Das könnte Sie auch interessieren

Neue Pläne für Weg zur Rohrmeisterei in Schwerte

Vom Marktplatz bis zur Hundewiese

Schwerte Schwerte. Über den Weg vom Markt zur Rohrmeisterei wurde lange gestritten. Aus dem Hochweg, der sich vom Wuckenhof zum Parkplatz spannen sollte, wurde ein Pfad entlang der Mauer. Auch der ist nach Protesten von Nachbarn verworfen. Jetzt gibt es neue Pläne für eine Verbindung vom Markt zur Ruhr.mehr...

Anzeigetafel verweist seit Monaten auf Papier-Fahrplan

Teures Display am Schwerter Busbahnhof ohne Nutzen

Schwerte Rund 100.000 Euro hat die Stadt Schwerte für neun Displays am Busbahnhof ausgegeben. Doch eine der 11.000 Euro teuren Anzeigetafeln funktioniert nicht. Seit Monaten verweist sie auf einen Fahrplan aus Papier. Das Problem ist erkannt, doch eine Lösung nicht in Sicht. mehr...

Blumengeschäft in Schwerte

Blumen Risse zieht mit neuem Konzept in neue Räume

SCHWERTE Die Bahnhofstraße in Schwerte wird zum Boulevard umgestaltet. Jetzt folgt die Schönheitskur für das erste Ladenlokal: Blumen Risse zieht mit seiner Filiale um und setzt in den neuen Räumen auf ein neues Konzept.mehr...

Kindergärten von St. Marien in Schwerte

Katholische Gemeinde muss drei Kitas abgeben

Schwerte Noch ist die katholische Kirchengemeinde St. Marien Träger von drei Kindergärten in Schwerte: Don Bosco an der Kopernikusstraße, St. Petrus in Westhofen und Arche Noah an der Haselackstraße. Doch bei der Trägerschaft ändert sich etwas zum 1. August. Weil sich das Bistum gegen die Gemeinde vor Ort durchgesetzt hat.mehr...

Eiscafé Mattiuzzi in Schwerte insolvent

Verwalter übernimmt Regie im Traditionsbetrieb

SCHWERTE Das Eiscafé Mattiuzzi steckt in Schwierigkeiten. Ein vorläufiger Insolvenzverwalter hat das Ruder übernommen. Er sieht Überlebenschancen. mehr...