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RWE plant Pipeline durch das Elsebachtal

ERGSTE Mitten durch das Naturschutzgebiet Elsebachtal will RWE eine neue Gaspipeline bauen. Das Raumordnungsverfahren für das Projekt hat begonnen.

RWE plant Pipeline durch das Elsebachtal

Rund fünf Milliarden Kubikmeter-Gas sollen ab 2013 eine neue Leitung von Tschechien bis an die niederländische Grenze transportieren. Quer über das südliche Stadtgebiet führt die Trasse, die eben auch das Naturschutzgebiet Elsebachtal quert.

Das bedeutet vor allem während der Bauphase einen schweren Einschnitt in die Ökosysteme. Denn die Schneise, die für die Baustelle durch die Landschaft geschlagen wird, ist mindestens 25 bis 30 Meter breit. „Schön ist das nicht“, findet auch Schwertes oberster Stadtplaner Günter Baumeister. Allerdings sei die jetzt vereinbarte Streckenführung noch der geringste Eingriff. Denn anders als erste Planungen orientiert man sich der bei der Streckenführung an der vorhandenen Erdgastransportleitung von Ruhrgas. Eigentlich hatte RWE eine völlig neue Trasse durch das Stadtgebiet geplant (RN berichteten).

Bei der Stadt stieß dies auf wenig Gegenliebe. Alleine der Schutzstreifen um diese Art von Leitungen beträgt zehn Meter. Neben der Ruhrgasleitung gibt es noch eine weitere Fernleitung für Erdgas, die quer durch das Stadtgebiet führt. „An deren Verlauf konnte man sich aber nicht orientieren“, so Baumeister. Denn in Villigst führt die Leitung zwischen der Bebauung von Diagramm Hallbach und dem neuen Wohngebiet am Ziegelofen vorbei. „Hier hätte man die vorgeschriebenen Abstandsflächen nicht mehr einhalten können“, so Baumeister.

Nach den jetzigen Planungen beginnt die Leitung auf Schwerter Stadtgebiet im Osten im Bereich Am Westhofe, zieht sich dann durch Ergste und Villigst südlich der bebauten Ortsteile vorbei, um am Ende südöstlich der A 45 weiter nach Hagen zu führen. Der Bau der 750 Kilometer langen Pipeline soll 2011 beginnen und 2013 abgeschlossen sein. Der erste Bauabschnitt führt von der tschechischen Grenze bis nach Werne. Das Gas ist zum einen für den deutschen Markt bestimmt, fließt aber auch zum Teil in die Beneluxstaaten. Am 20. August steht das Raumordnungsverfahren auf der Tagesordnung im Planungs- und Umweltausschschuss.

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