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Rechte trafen sich in Schwerte fast unbemerkt

Rechtsradikale hielten Kongress nahe der KZ-Gedenkstätte ab

Schwerte-Ost Ausgerechnet in unmittelbarer Nähe zur Gedenkstätte des KZ-Außenlagers Buchenwald hat die rechte Szene aus Dortmund am Samstag einen mehrstündigen Kongress in Schwerte abgehalten. Offenbar ohne dass die Polizei im Vorfeld davon wusste.

Rechtsradikale hielten Kongress nahe der KZ-Gedenkstätte ab

Die Gedenkstätte erinnert an die Opfer, die im Dritten Reich als Zwangsarbeiter im Eisenbahnausbesserungswerk arbeiten mussten. Sie lebten in den angrenzenden Baracken, die eine Außenstelle des Konzentrationslagers Buchenwald waren. Foto: Foto: Reinhard Schmitz

In einem privaten Feierraum im Gewerbegebiet an der Emil-Rohrmann-Straße hatte die Partei Die Rechte aus Dortmund zum Kongress „Gemeinsam für Europa“ eingeladen – so ist es auf einer rechten Propagandaseite im Internet zu lesen. Man habe Vertreter der rechten Szenen anderer europäischer Länder vor Ort gehabt und sich ausgetauscht, heißt es dort. Auch Bilder von der Veranstaltung werden dort gezeigt: Zu sehen ist unter anderem ein antijüdisches Plakat und ein Banner, das Solidarität mit dem syrischen Diktator Assad fordert.

Als Privatveranstaltung organisiert

Der Veranstalter spricht von rund 150 Gästen. Wieviele Teilnehmer tatsächlich anwesend waren, konnte die Polizei im Kreis Unna gestern nicht sagen. „Im Außengelände konnten nur etwa zehn Personen ausgemacht werden“, so die Polizei. Die Veranstaltung war als Privatveranstaltung organisiert, also ohne jede Außenwirkung – weshalb sie auch nicht angemeldet werden musste. Die Veranstaltung habe im Innern des Saales und hinter einem Sichtschutz stattgefunden, so die Polizei. Es wurden weder Parolen gegrölt, noch Plakaten oder Fahnen gezeigt, sodass die Polizeibeamten keine rechtliche Handhabe gehabt hätten, das Gelände zu betreten oder Personalien zu überprüfen.

Journalist meldete Veranstaltung der Polizei

Die Polizei im Kreis Unna hatte ohnehin erst von dem Kongress Kenntnis erlangt, als die Veranstaltung bereits lief, das war gegen 15.20 Uhr. Wie ein Sprecher der Polizei gestern auf Anfrage erklärte, waren die Beamten durch einen Hörfunk-Journalisten auf die Veranstaltung aufmerksam geworden.

Dann habe man in Absprache mit dem Staatsschutz der Dortmunder Polizei umgehend Aufklärungsarbeiten vor Ort ergriffen.

Dabei habe sich bestätigt, dass es sich auch vom äußeren Erscheinen um Angehörige der rechten Szene handelte. Bis zum Ende der Veranstaltung am späten Abend seien Beamte für Aufklärungsarbeiten in Schwerte-Ost gewesen.

Auch im Vorfeld war offenbar nicht öffentlich für die Veranstaltung geworben worden, so begründete die Polizei die späte Kenntnisnahme. „Offenbar hat man sich erst kurzfristig bei der Auftaktveranstaltung in Dortmund dazu entschlossen, den Kongress in Schwerte stattfinden zu lassen“, so der Polizeisprecher.

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