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"Singing Bee"-Kandidat Gerd Westesen: "Nur ein winziger Ausschnitt"

SCHWERTE Bei der Musiksendung "Singing Bee" war Gerd Westesen kurz zu sehen und zu hören. Mit dem Ergebnis ist der Stadtangestellte nicht zufrieden: "Das ist ein verzerrtes Bild!" Und was Fernseh-Auftritte angeht, ist er kein unbeschriebenes Blatt.

"Singing Bee"-Kandidat Gerd Westesen: "Nur ein winziger Ausschnitt"

Gerd Westesen griff für die Ruhr Nachrichten zum Mikro.

„Ich bin überrascht, was daraus gemacht wurde“, zeigt sich Gerd Westesen enttäuscht. Wer am Dienstagabend aufmerksam die Musiksendung „Singing Bee“ auf ProSieben geschaut hat, konnte in einem vierminütigen Beitrag über die Vorauswahl der Kandidaten bei den Castings auch Westesens Auftritt bestaunen. Den Titel „Back for Good“ von der britischen Pop-Band „Take That“ galt es nachzusingen. Doch der winzige Ausschnitt gebe nicht den geringsten Einblick in die Arbeit und Vorbereitung, die hinter so einem Auftritt steckt, urteilt Westesen: „Ich glaube, die Zuschauer wären erstaunt. Denn es wird hier offenkundig etwas ganz Anderes suggeriert.“

Der Angestellte der Stadt Schwerte im Bereich Ordnung ist jemand, der es wissen muss. In seiner Freizeit zeigt er immer wieder sein künstlerisches Talent. Auftritte im „Tatort“ in der „ARD“, bei diversen Gerichtssendungen privater Fernsehsender, ein Auftritt mit Mirja Boes und zahlreiche weitere Rollen sprechen für ein breites Spektrum, das Westesen bespielen kann. Das heißt aber auch: Drehbücher lernen, mit Lampenfieber kämpfen und im gleißenden Scheinwerferlicht stehen. Denn Routine kehrt laut Westesen nie ein.

Nicht verwunderlich ist es also, dass der in der Künstlerkartei in Köln aufgenommene Stadtmitarbeiter häufig gebucht wird. Zuletzt flatterte eine Anfrage erneut für eine Tatort-Rolle ins Haus – Westesen soll eine Leiche spielen. „Diese Anrufe aus Köln erfüllen mich immer mit ein bisschen Stolz“, verrät Westesen. Denn er weiß, dass hinter seinen Auftritten viel Arbeit, Konzentration und das nötige Talent stecken. „Das sind Dinge, auf die man sich vorbereiten muss. Ich mache es aus vollem Herzen. Viele wollen mit aller Macht ins Fernsehen, sind sich aber über den Weg nicht bewusst.“ Geld ist für Westesen keine Motivation. „Ich mache es aus Spaß an der Freud und weil ich Erlebnisse habe, die mit Geld nicht zu bezahlen sind.“ Nicht viele können von sich behaupten, mit Tatort-Kommissar und Schauspieler Jan-Josef Liefers an einem Tisch gesessen zu haben. Gerd Westesen hingegen kann.

Sein Talent wurde eher zufällig entdeckt. Auf einer Party mit einer DJ Oetzi-Parodie. „Damit hat alles angefangen“, erinnert sich Westesen. Sein Talent und seine interessante Vita gaben letztendlich auch den Ausschlag dafür, dass die Castingshow „Singing Bee“ ihn haben wollte. Erst wurde Westesen durch seine Künstleragentur vorgeschlagen. Dann zeigte er bei einem unangekündigten Telefoncasting Improvisationstalent. „Da musst du knallhart zeigen, ob du es kannst, oder nicht. Ich habe es als Herausforderung angesehen.“ Zu guter Letzt landete er beim Casting Köln, wovon nur ein kleiner Teil in der Sendung ausgestrahlt wurde. Seine Parodie auf Jürgen Drews samt Kostüm war leider nicht dabei, wofür es sogar dickes Lob von der Jury gab. „Von der Qualität her haben sie bei mir wohl nur das Schlechteste ausgewählt. Aber sie wollten wohl nur das Schrägste.“ Er ist mit der Darstellung seiner Person natürlich nicht glücklich. Deswegen hat er auch einen Rat für alle diejenigen, die weniger Erfahrung haben als er, aber sich auf eine Castingshow einlassen wollen. „Ich empfehle, genau zu überlegen, an so etwas teilzunehmen. Andere Sendungen sind vollkommen ok.“

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