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Ab 19. Juni

So wird der Bahnhof in Schwerte umgebaut

SCHWERTE Endlich geht es am Schwerter Bahnhof los: Nach jahrzehntelanger Planung und Diskussion soll am 19. Juni der Umbau des Bahnhofs-Vorplatzes beginnen. Im nächsten Jahr folgt dann das Bahnhofsgebäude. Wir stellen die Pläne vor.

So wird der Bahnhof in Schwerte umgebaut

So soll der Bahnhofsvorplatz einmal aussehen.

Grundsätzlich unterteilt sich der Bauplan für den Platz vor dem historischen Bahnhofsgebäude in vier Bereiche. Zusätzlich werden neue Parkplätze im Bereich der Ladestraße entstehen.

 

  • Osten: Direkt vor dem Eingang, etwa dort, wo sich heute der Parkplatz befindet, entsteht ein Oval mit sogenannten Kiss&Ride-Parkplätzen. Sie sind dazu gedacht, dass man jemanden am Bahnhof abliefern kann. Außerdem werden dort noch Behinderten-Parkplätze, Kurzzeit-Parkplätze und neun Park&Ride-Plätze untergebracht. In Richtung Bahnhof wird eine Art Fahrradparkhaus anstelle der Fahrradboxen gebaut. Auf der Seite zur Bahnhofstraße befinden sich die Haltestellen für die Busse nach Dortmund. An der Kopfseite, etwa auf Höhe der Radstation, ist Platz für bis zu acht Taxen.
  • Mitte-Nord Rechts vom Bahnhof soll ein kleiner Platz mit Baumscheiben und Bänken entstehen. Landschaftsarchitektin Ina Bimberg stellte ihre Pläne jüngst im Planungsausschuss vor. Demnach sollen die bestehenden alten Bäume dort zum Blickfang werden.

Der Schwerter Bahnhof im Wandel der Zeit

Anfang des 20. Jahrhunderts blühten noch die Gärten auf dem Gelände des jetzigen Busbahnhofs - hier ein Bild von 1907.
Der Schwerter Bahnhof zu Anfang des 20. Jahrhunderts, wie ihn eine kolorierte Postkarte aus der Sammlung von Marco Gosewinkel zeigt.
Aus dem Jahre 1908 stammt dieses Bild. Es zeigt den Bahnhof samt begrüntem Vorplatz im Winter - denn die Bäume sind kahl. Rechts ist noch das im Zweiten Weltkrieg zerbombte Casino der Nickelwerke zu erkennen.
Dieses später zerbombte Casino prägte den Platz am Bahnhof. In den Jahren rund um den Ersten Weltkrieg muss dieses Foto von der Bahnhofstraße aufgenommen worden sein.
Ein großes Fenster prägte um 1920 noch die westliche Fassade des Bahnhofs, an die später die Telegrafenstation angebaut wurde.
Kinder spielen unter der mächtigen Straßenlaterne auf der verkehrsfreien Bahnhofstraße in den 1930er-Jahren - im Hintergrund erneut das Casino der Nickelwerke.
Platzartig präsentierte sich die Bahnhofstraße vor dem Empfangsgebäude vor dem Zweiten Weltkrieg.
Ein Trümmerfeld war der Bahnhofsvorplatz nach dem Bombenangriff vom 31. Mai 1944, bei dem in Schwerte mehr als 300 Menschen getötet wurden. Auch das Casino der Nickelwerke (M.) wurde zerstört.
In den 1950er-Jahren hielten der Gelenkbus nach Dortmund und der Postbus direkt an der Ecke Bahnhof-/Beckestraße - also auf dem Gelände des heutigen kleinen Parkplatzes vor der Radstation. Dieses Foto ist nachkoloriert.
Großzügig umgebaut mit rechtwinkliger Kreuzung präsentierte sich der Bahnhofsvorplatz im Jahre 1972. Der Waschbetonbrunnen plätschert noch nicht.
Der Bahnhofsvorplatz nach der Umgestaltung in den 1970er-Jahren. Der Busbahnhof ist an die Ecke Becke-/Ladestraße verlegt.
Im Stil der 1970er-Jahre mit Waschbetonbrunnen wurde der Bahnhofsvorplatz später neu gestaltet. An das Abflussrohr des Wasserspiels ist heute das Toilettenhäuschen angeschlossen.
Die Bahnhofsgaststätte warb in den 1970er-Jahren noch an der Bahnhofsfassade für Dortmunder Stifts-Bier.
Der Schwerter Bahnhof 2010, bevor hier die geplante Radstation gebaut wurde.
So sah der Bahnhofsvorplatz mit dem Busbahnhof vor Beginn der Aufhübschung vom Dach der Bahnhofsapotheke im Jahr 2011 aus.
So sah der Blick 2011 vom Dach des Hotels Reichshof auf den Bahnhofsvorplatz aus.
Im Oktober 2011 begann der Bau der Behindertenrampe am Bahnhofsportal. Weiter als in die Eingangshalle kommen Rollstuhlfahrer aber trotzdem nicht. Auf die versprochenen Aufzüge zu den Bahnsteigen wird immer noch gewartet.
Ein Modell des Bahnhofs Schwerte im Maßstab 1:87 baute Hans-Joachim Möhling. Es war  im Jahr 2011 ein Prunkstück der großen Eisenbahn-Ausstellung im Ruhrtalmuseum.
Ein Modell des Bahnhofs Schwerte im Maßstab 1:87 baute Hans-Joachim Möhling. Es war  im Jahr 2011 ein Prunkstück der großen Eisenbahn-Ausstellung im Ruhrtalmuseum.
2013 wurden erneut Bauarbeiten am Schwerter Bahnhof vorgenommen.
Die Neupflasterung des Korridors vom Bahnhofseingang zur Bahnhofskreuzung näherte sich im Dezember 2013 ihrer Fertigstellung. 200.000 Euro kostete die Aufhübschung des Platzes.
Wieder enthüllt wurde das historische Eingangsportal des Bahnhofs nach der Restaurierung im Dezember 2013.
Markant ist der Adler über dem Eingang zum Bahnhofsgebäude. Er wurde 2013 aufgehübscht.
Nach den Bauarbeiten 2013 sah es von der Dachterrasse über der Bahnhofsapotheke so aus.
Das Pflaster des Bahnhofsvorplatz wurde ausgetauscht - hier ein Bild von Januar 2014.
Gärten und Parks wie früher wird es vor dem Bahnhof nicht mehr geben. Die Grünen wollten jedoch im Mai 2014 mit einer Pflanzaktion etwas für die Natur tun.
Der Busbahnhof soll in den Jahren 2015 bis 2017 ebenfalls neu gestaltet werden. Um den städtischen Haushalt nicht zu sehr zu belasten, wird die Maßnahme über einen längeren Zeitraum gestreckt. Im Hintergrund das Einkaufszentrum am Bahnhof.
Der Blick auf den Schwerter Bahnhof von oben.

  • Mitte-Süd Davor soll der neue Busbahnhof gebaut werden. Die Haltestellen gruppieren sich um eine Mittelinsel mit überdachten Wartemöglichkeiten. Die Rastplätze für Busfahrer befinden sich zwar auf dem Busbahnhofsgelände, aber an der Beckestraße. Die Einfahrt zum Busbahnhof haben die Planer an der Beckestraße unmittelbar vor der Kreuzung Bahnhofstraße platziert.
  • Westen Im westlichen Bereich des Platzes, zwischen der ehemaligen Ladestraße und der Margot-Röttger-Rath-Straße, schließt sich ein Parkplatz mit 128 Stellplätzen für Park&Ride-Kunden an. Doch auch, wenn das mehr Stellplätze sind, als es bisher gibt, reicht das Angebot vermutlich nicht aus.
  • Ladestraße Deshalb sollen weitere Park&Ride-Plätze entlang der Ladestraße gebaut werden. Dort wird heute schon geparkt. „Allerdings“, so Stadtplaner Adrian Mork, „werden dort keine Luxusparkplätze entstehen.“ Man werde nur das Gelände mit einer Decke versehen und die Parksituation ordnen.
  • Kosten, Bauzeit und Co. Die Bauzeit ist mit einem Jahr veranschlagt. Die Kosten betragen rund 3,7 Millionen Euro. Fast 3,4 Millionen davon fördert der Zweckverband Ruhr Lippe, als Dachverband der Öffentlichen Verkehrsträger. Der Umbau des Bahnhofs schließt sich vermutlich daran an. Er verzögerte sich, weil die ersten Ausschreibungen ergaben, dass man deutlich mehr Geld ausgeben würde, als geplant. Jetzt wurden die Pläne abgespeckt.

 

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