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Planungsausschuss

Speckberg in Schwerte wird nicht bebaut

WESTHOFEN Am Ende war nur noch Thomas Keuthen von der WfS für eine Bebauung des Speckbergs. Der Antrag, einen Bebauungsplan für das Gelände zwischen der Autobahn A1, Schloßstraße und Hohlweg aufzustellen, wurde am Dienstagabend im Planungsausschuss mit großer Mehrheit abgelehnt.

Speckberg in Schwerte wird nicht bebaut

Planungsausschuss: Thema war unter anderem der Speckberg.

Die Wende hatte CDU-Sprecher Herbert Dieckmann eingeleitet. Er galt zunächst als Befürworter des Projekts, stimmte dann aber – wohl auch angesichts der massiven Bürgerproteste – gegen den Bau und sorgte so für eine solide Mehrheit.

Die Bürgerinitiative gegen die Bebauung des Speckbergs war mit etlichen Mitgliedern im Reisebus zum Rathaus gefahren. Ihr Sprecher, Ulrich Platthaus, gab sich nach der Entscheidung rundum zufrieden: „Wir sind überwältigt von der politischen Wende. Vor allem schön, dass die CDU noch mal umgedacht hat und dann sogar mit einem guten neuen Vorschlag kam“, so Platthaus.

Die Christdemokraten wollen nämlich, dass die Verwaltung Baulücken in Westhofen ermittelt und so Ersatzflächen für den Speckberg sucht. Ihr Antrag wurde einstimmig angenommen.

70 Familien sollten auf dem Speckberg wohnen

Auf dem Speckberg wollte der Düsseldorfer Architekt, Dieter Bohne, eigentlich rund 70 Familien ansiedeln. Das Baugebiet sollte mit sogenannten Wallhäusern gegen den Lärm der A1 abgeschottet werden. Die Stadtverwaltung war gegen das Projekt, weil sie unter anderem Lärmschutz und Verkehrssituation für nicht geklärt hielt. Anwohner befürchteten vor allem den Verkehrskollaps auf den engen Straßen am Rande Westhofens.

WESTHOFEN Über den Bebauungsplan für den Speckberg in Westhofen wird am Dienstag, 9. Mai, im Schwerter Ausschuss für Stadtentwicklung entschieden. Die Diskussion um das Projekt ist derweil weiter aufgeheizt: Laut Bürgermeister Heinrich Böckelühr werben die Projekt-Planer mit falschen Informationen.mehr...

Lange war das Projekt öffentlich diskutiert worden. Dass es dabei nicht immer fair zugegangen sei, beklagten beide Seiten. Dem Investor und seinen Vertretern machten sowohl Politiker als auch Anwohner Vorwürfe, die Grenzen der Diskussion vor allem im Internet überschritten zu haben.

Doch auch Investor Bohne fühlte sich unfair behandelt. „Ich wurde zum heutigen Termin nicht geladen, im Gegensatz zur Bürgerinitiative“, klagte er. Und seine Finanzierungszusage habe er dem Bürgermeister vertraulich gegeben.

SCHWERTE Einige Bürger haben am Donnerstag ihre Unterschriften gegen die Bebauung des Speckbergs beim Schwerter Bürgermeister eingereicht. In wenigen Tagen muss der Ausschuss erneut über das Projekt abstimmen. Der Widerstand in der Bevölkerung und im Internet ist groß.mehr...

Neuer Investor konnte nicht geprüft werden

Die Frage, ob Bohne das Projekt, das mindesten 34 Millionen Euro kosten soll, überhaupt tragen kann, hatte lange die Diskussion beherrscht. Die Finanzierungszusage, die man jetzt kurzfristig erhalten habe, stamme von einem Unternehmen aus Malta, erklärte Stadtplaner Adrian Mork. „Da konnte die Verwaltung auf die Schnelle natürlich nichts überprüfen“, so der Stadtplaner.

Während SPD-Sprecher Heinz Haggeney gegen den Plan argumentierte, sah sein Westhofener Parteikollege, Stefan Kötter, durchaus Vorteile an dem Projekt. Er enthielt sich der Stimme.

WESTHOFEN Noch hat der Planungsausschuss nicht entschieden, ob auf dem Speckberg in Schwerte-Westhofen eine Siedlung entstehen soll. Der Düsseldorfer Architekt Dieter Bohne ist aber optimistisch und erklärt seine Pläne: Bundesweit einzigartige Wallhäuser sollen den Autobahn-Lärm vom Stadtteil abhalten.mehr...

Architekt Dieter Bohne erklärte nach der Abstimmung, dass er den Beschluss sportlich nehme und „der Speckberg für ihn gestorben“ sei. In einem früheren Gespräch hatte der Investor erklärt, er habe ein Rückgaberecht an die ursprünglichen Eigentümer der Fläche, wenn dort nicht gebaut werden kann.

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