Diese Website verwendet Cookies. Cookies gewährleisten den vollen Funktionsumfang unseres Angebots, ermöglichen die Personalisierung von Inhalten und können für die Ausspielung von Werbung oder zu Analysezwecken gesetzt werden. Lesen Sie auch unsere Datenschutz-Erklärung
Anzeige
Anzeige

Trinkwasser: Uran-Anteil liegt unter Leitwert

SCHWERTE Uran im Schwerter Trinkwasser? Ulrike Hütter von den Wasserwerken gibt Entwarnung: „Das ist hier absolut kein Problem.“

Trinkwasser: Uran-Anteil liegt unter Leitwert

Entlang der Ruhr wird das Schwerter Trinkwasser gewonnen. Es ist gesundheitlich völlig unbedenklich.

Die Pressesprecherin der Wasserwerke Westfalen hat in den vergangenen Tagen viele Anfragen zur Wasserqualität in der Ruhrstadt bearbeitet. Verbraucherschützer hatten beklagt, dass die Uran-Konzentration des Wassers in vielen Gemeinden zu hoch und damit gesundheitlich bedenklich sei. Doch in Schwerte gebe es keinen Grund zur Beunruhigung, versichert Hütter.

„Wir liegen zwischen 0,1 und 0,4 Mikrogramm pro Liter – und damit deutlich unter den Werten, die bundesweit diskutiert werden.“ Zwar sei in der Trinkwasserverordnung kein offizieller Grenzwert für Uran vorgeschrieben. „Doch das Umweltbundesamt hat einen Leitwert von zehn Mikrogramm pro Liter vorgeschlagen“, erklärt Ulrike Hütter. Selbst der Uran-Leitwert für die Zubereitung von Säuglings-Nahrung liege mit zwei Mikrogramm wesentlich über dem in Schwerte. „Damit entspricht unser Trinkwasser allen Anforderungen.“ Und diese Anforderungen würden täglich in einer Analyse des Gesundheitsamtes überprüft. Insgesamt sei das Schwerter Trinkwasser sogar besonders lecker: „Wir haben ein weiches Wasser. Und das wird oft als sehr wohlschmeckend eingeschätzt“, so Hütter. Auch Dirk Mannes, technischer Leiter der Stadtwerke Schwerte, gibt Entwarnung – und hat dazu das Labor befragt. „Die aktuellen Konzentrationen liegen deutlich unter dem lebenslang duldbaren gesundheitlichen Leitwert und auch unter den Anforderungen der Mineral- und Tafelwasserverordnung“, schreibt Mannes in einer Pressemitteilung. Schon im Sommer 2007 habe es eine Untersuchung des Oberflächenwassers an Ruhr und Ennepetalsperre gegeben. „Es konnte kein Uran nachgewiesen werden“, so Mannes.

Der Technikchef weist darauf hin, dass die Ursache für den Uran-Nachweis rein geologischer Art sei. „Wenn Grundwasser durch Gesteinsschichten mit radioaktiven Mineralien sickert, kann es zu diesen Einträgen kommen“, erklärt Mannes. Mit der Nutzung von Uran in Kernkraftwerken habe die aktuelle Diskussion also nichts zu tun. Stattdessen gelange das Schwermetall durch Auswaschung aus den Erdschichten in das Wasser. Je nach Region finde sich mehr oder weniger Uran im Boden. Und eine „Panikmache“ in Schwerte sei in jedem Fall unangebracht.

Anzeige
Anzeige
Das könnte Sie auch interessieren

Aufwind für die Schwerter Kirmes

Schausteller übernehmen Rummel-Regie

Schwerte Mit der Schwerter Kirmes ging es in den vergangenen Jahren immer mehr bergab. Weniger Schausteller, weniger Publikum und hohe Standgebühren. Das soll sich nach einem Ratsbeschluss jetzt ändern.mehr...

OGS-Plätze in Schwerte

Anmeldungen und Betreuungsdauer – das müssen Eltern wissen

Schwerte Wann laufen die Anmeldungen für die Offenen Ganztagsplätze an den Schwerter Grundschulen? Was müssen Eltern wann und wo abgeben? Dauert die Übermittagsbetreuung im Schuljahr 2018/19 länger oder kürzer als 2017/18? Hier beantworten wir diese und andere wichtige Fragen.mehr...

Als das Fernsehen nach Schwerte kam

Weihnachten 1952 wurde zum ersten Mal ferngesehen

Schwerte Bei Salzstangen traf sich die halbe Nachbarschaft bei denen, die schon einen Apparat hatten. Manchmal musste man bei der Übertragung zwischendurch auch aufs Dach steigen. So war das damals, als das Fernsehen nach Schwerte kam.mehr...

Neue Pläne für Weg zur Rohrmeisterei in Schwerte

Vom Marktplatz bis zur Hundewiese

Schwerte Über den Weg vom Markt zur Rohrmeisterei wurde lange gestritten. Aus dem Hochweg, der sich vom Wuckenhof zum Parkplatz spannen sollte, wurde ein Pfad entlang der Mauer. Auch der ist nach Protesten von Nachbarn verworfen. Jetzt gibt es neue Pläne für eine Verbindung vom Markt zur Ruhr.mehr...

Anzeigetafel verweist seit Monaten auf Papier-Fahrplan

Teures Display am Schwerter Busbahnhof ohne Nutzen

Schwerte Rund 100.000 Euro hat die Stadt Schwerte für neun Displays am Busbahnhof ausgegeben. Doch eine der 11.000 Euro teuren Anzeigetafeln funktioniert nicht. Seit Monaten verweist sie auf einen Fahrplan aus Papier. Das Problem ist erkannt, doch eine Lösung nicht in Sicht. mehr...