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Mediziner will auch mit 75 Jahren nicht in Rente gehen

Professor Heinz-Georg Rohner verlässt das Marienkrankenhaus

Der Vertrag des ehemaligen Chefarztes Heinz-Georg Rohner mit dem Marienkrankenhaus wird aus Altersgründen nicht verlängert. Doch der Arzt – ein anerkannter Experte für Darmspiegelungen – will sich ein neues Betätigungsfeld suchen.

Schwerte

von Heiko Mühlbauer

, 06.06.2018
Mediziner will auch mit 75 Jahren nicht in Rente gehen

Professor Hans-Georg Rohner gilt als Kapazität auf dem Gebiet der Darmspiegelung. Marienkrankenhaus © Julia Schemmer

Der Mann ist passionierter Golfer mit Handycap 8 und mehrfacher Clubmeister, ein bedeutender Sammler von Kunstwerken, die sich mit Sport beschäftigen, vor allem aber ist Professor Heinz Georg Rohner Mediziner. Und das will er bleiben, auch wenn der Vertrag des 75-Jährigen mit dem Marienkrankenhaus aus Altersgründen jetzt nicht mehr verlängert wurde.

Seit 1972 in Bereich Gastroenterologie tätig

„Am 1. Oktober läuft mein Vertrag aus“, berichtet Rohner. Er persönlich hätte gerne noch zwei bis drei Jahre weitergemacht. Schließlich habe er ja einen riesigen Erfahrungsschatz anzubieten. Immerhin seit 1972 ist Rohner in dem Bereich tätig. Er schrieb zahlreiche Abhandlungen, veröffentlichte über 140 wissenschaftliche Arbeiten und gilt als einer der Pioniere der Darmspiegelung, für die er sich auch stets einsetzte.

Körperlich fit fühle er sich auch noch, sagt Rohner. Deshalb wolle er ab Herbst eventuell in Dortmund weiterarbeiten.

Untersuchungsmethode mit entwickelt

Professor Rohner wuchs in Mönchengladbach auf und studierte Medizin in Bonn. Er habilitierte 1980 und lehrte seit 1985 an der Friedrich-Wilhelms-Universität Bonn. Einen Namen machte er sich vor allem auf dem Gebiet der Endoskopie, eine schonende Untersuchungsmethode, die Anfang der 70er-Jahre maßgeblich von ihm mitentwickelt worden ist.

Rohner veröffentlichte Aufsätze in wissenschaftlichen Publikationen und hat sich in unzähligen Fachvorträgen im In- und Ausland einen Namen gemacht.

Lange Chefarzt im Marien

Im September 1988 trat Rohner im Marienkrankenhaus die Nachfolge von Chefarzt Dr. Horst Mertens an und verhalf der Inneren Medizin zu einem weit über Schwerte hinaus ragenden Ruf.

Im Oktober 2008 nach Auslaufen seines Vertrages als Chefarzt mit dem Erreichen des gesetzlichen Rentenalters wechselte er an das Evangelische Krankenhaus an der Schützenstraße. Auch als dies 2014 vom Marienkrankenhaus übernommen wurde, blieb Rohner dort als Leiter der Endoskopie im gastroenterologischen Zentrum. Zuletzt arbeitete er allerdings halbtags. Bis jetzt der Vertrag des 75-Jährigen nicht mehr verlängert wurde.

Auch als Kunstsammler bekannt

Als Kunstsammler hat sich Rohner, der persönlich mit Markus Lüpertz befreundet ist, vor allem auf Kunst und Sport spezialisiert. Stücke seiner Sammlung waren bereits im Borusseum zu sehen. Anlässlich der Frauenfußball WM 2011 lieh er einige seiner Exponate auch der Schwerter Sparkasse.hm

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