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300 Jahre alt

Westhofener Fachwerkhaus doch viel älter als gedacht

WESTHOFEN So jung? Nur von 1827? Über diese Annahme würden sich die Balken des Fachwerkhauses Reichshofstraße 95 vor Lachen biegen. Sie tragen schon viel länger als bisher vermutet die Wände. Der Gutachter hat wohl weit über 300 Jahre alte Bereiche festgestellt. Die Arbeiten laufen.

Westhofener Fachwerkhaus doch viel älter als gedacht

Doch älter als gedacht: Teile des Fachwerkhauses in Westhofen sind laut Experten 300 Jahre alt.

Die Geschichte des Gemäuers konnte der Experte für sein bauhistorisches Gutachten aus der erhaltenen Gebäudesubstanz herauslesen. Um ihm den nötigen Einblick auf Gebälk und Mauerwerk zu verschaffen, musste Erhard Bazak umfangreiche Vorarbeiten leisten. Seine Ehefrau hatte das Gebäude ersteigert.

Teile von Decken und Wänden herausreißen

„Der historische Gutachter verlangte die Freilegung aller wichtigen Teile“, berichtet er: „Wir mussten alles freilegen, was später mal überarbeitet worden ist.“ Wochenlang schuftete Bazak mit zwei Mitarbeitern, um die Forderungen zu erfüllen. Sie mussten zur Vorbereitung der Untersuchungen sogar Teile von Decken und Wänden herausreißen, wie der Schutthaufen vor der Tür bewies.

WESTHOFEN Lange wollte es keiner haben, das marode Fachwerkhaus an der Reichshofstraße in Westhofen. Ende letzten Jahres hat es doch einen neuen Besitzer gefunden: Natalja Bazak hat es als einzige Bieterin ersteigert. Bevor jedoch die Sanierung des denkmalgeschützten Hauses beginnen kann, muss ein bauhistorisches Gutachten her.mehr...

„Das wird ein Riesen-Gutachten“, verdeutlicht Bazak. Bis zur nächsten Woche solle es fertig sein. Mit diesem Aufwand hatte der Ehemann der Eigentümerin nicht gerechnet, als er ursprünglich davon ausging, das Objekt innerhalb eines Jahres sanieren zu können. Die weiteren Schritte dazu sollen jetzt am 19. Oktober bei einer Besichtigung durch die zuständigen Denkmalpfleger aus Münster und Schwerte besprochen werden.

Absprache mit dem Denkmalamt

„Dann erst wird festgelegt, was ich darf und was ich nicht darf“, erklärt Bazak, der vorher natürlich vor der Haustür und im Inneren ordentlich aufräumen will. Intensiv hat sich der Mann, der in seinem Berufsleben schon viele Wohnungen saniert hat, mit den Eigenarten von Fachwerk beschäftigt. „Ich selbst mag ja sowas“, sagt er: „Ich werde es in Ruhe in Absprache mit dem Denkmalamt wieder aufbauen.“ 

WESTHOFEN Die Erleichterung schlug schnell in Entsetzen um: Ein Betrüger hat im Schwerter Stadtteil Westhofen ein leer stehendes, verfallenes Fachwerkhaus ersteigert - sehr zur Freude von Stadt und Anwohnern. Endlich sollte der unter Denkmalschutz stehenden Bruchbude neues Leben eingehaucht werden. Doch der Mann zahlte den Kaufpreis nie. Er stand jetzt vor Gericht. Und das Fachwerkhaus verfällt weiter.mehr...

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