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Neues Konzept für Kirmes in Schwerte

Wie hat sich die Zahl der Fahrgeschäfte entwickelt?

Schwerte Die Kirmes in Schwerte zieht immer weniger Besucher an. Ein Kritikpunkt: Es gibt immer weniger Fahrgeschäfte und Buden. Aber stimmt das? Unsere Grafik zeigt, wie sich die Zahl der Buden und Fahrgeschäfte entwickelt hat.

Wie hat sich die Zahl der Fahrgeschäfte entwickelt?

Der Musikexpress gehört auf fast jeder Kirmes zum Inventar - auch in Schwerte. Foto: Bernd Paulitschke

Jede vierte Traditionsveranstaltung in Deutschland ist laut einer Studie des Deutschen Schaustellerbundes (DSB) zwischen 2000 und 2012 verschwunden. Nach aktueller Einschätzung des DSB-Präsidenten Albert Ritter finden bundesweit noch rund 9400 Veranstaltungen regelmäßig statt. Hauptsächlich seien kleinere Veranstaltungen verschwunden.

Kirmes im Frühjahr und im Herbst

Zwei Mal im Jahr schlagen die Schausteller in Schwerte ihre Zelte auf: Doch bei der Frühjahrs- und der Herbstkirmes geht es schon lange bergab. Gab es 2005 auf beiden Kirmessen zusammen noch 96 Fahrgeschäfte, Imbisse, Buden und Co, waren es 2017 nur noch 73.

„Die großen Fahrgeschäfte wie Autoscooter, Musikexpress oder Breakdancer sind aber immer da“, so Wolfgang Belohlavek vom Ordnungsamt, das bislang für die Organisation verantwortlich war. Bei kleinen Spielbuden und Imbissen ging die Zahl aber zurück. Was auch damit zu tun hatte, dass die Stadt die Standgelder nach und nach erhöhen musste, um die Veranstaltungen kostenneutral auszurichten. Zahlte ein Schausteller für einen Schießwagen 2015 noch 230 Euro Standgeld, waren es laut Ordnungsamt 2017 bereits 352 Euro. Die Gebühren für einen Autoscooter stiegen im gleichen Zeitraum von 700 auf 1000 Euro.

Schausteller übernehmen Schwerter Kirmes

Um den Trend zu stoppen, schlägt man jetzt einen neuen Weg ein: Der Schaustellerverein Iserlohn organisiert die Frühjahrskirmes vom 4. bis zum 7. Mai in Eigenregie. Dann zahlen die Schausteller statt einzelnen Standgebühren einen Pauschalbetrag von 4000 Euro für die Nutzung der Stellflächen, Straßenreinigung und Verkehrssicherung. Finanziell fahre man damit besser, so Dirk Hahn vom Schaustellerverein. Auch für die Stadt hat das Vorteile: Denn Gewinn macht man mit der Kirmes schon lange nicht mehr. 2006 standen den Einnahmen in Höhe von rund 28.000 Euro noch Ausgaben von 16.000 Euro entgegen. Seit 2014 sind die Ausgaben höher als die Einnahmen.

Für die Schausteller ist auf großen Volksfesten zwar mehr Geld zu verdienen, so Hahn. Trotzdem sei man auf kleine Veranstaltungen angewiesen: Schließlich müsse man das Personal auch zwischen den Großveranstaltungen bezahlen. Langfristig hoffen die Schausteller darauf, mehr Geschäfte und damit auch Besucher anzulocken. Dazu gibt es eine Kooperation mit der Werbegemeinschaft: Zur Kirmes wird es wieder verkaufsoffene Sonntage geben. Ob man den Besucherschwund damit auffangen kann? Die DSB-Studie besagt, dass die Bereitschaft gestiegen ist, für Großveranstaltungen weite Wege zurückzulegen. „Die Leute fahren heute bis zu eineinhalb Stunden, um die großen Volksfeste zu besuchen, früher reichte es, wenn vor der eigenen Haustür etwas passierte, wo sich alle trafen“, sagt Albert Ritter.

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