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Gewerbsmäßiger Autobetrug

Zero-Gründer stehen jetzt vor Gericht

SCHWERTE Autofahren fast umsonst – das bot die Schwerter Firma Zero einst an. Was wie ein gutes Geschäft aussah, entpuppte sich für hunderte Kunden als Geldgrab. Am Montag begann vor dem Hagener Landgericht der Prozess gegen den 52-jährigen Firmenchef und zwei weitere Angeklagte.

Zero-Gründer stehen jetzt vor Gericht

Die drei Männer sollen zwischen Juni 2004 und März 2007 mehr als 480 Autofahrer betrogen haben. Der Geschäftsmann soll Interessierten angeboten haben, einen kreditfinanzierten Neuwagen gegen eine Provision von 600 Euro ein Jahr lang kostenlos fahren zu können. Die Kreditraten sollten über Werbeaufkleber auf den Autos finanziert werden. Nach einem Jahr könne man den Wagen dann wieder zu verkaufen und mit dem Erlös den Rest-Kredit abbezahlen.

 Der Haken: Die Autos bot die Firma als Neuwagen zum deutschen Listenpreis an. In Wahrheit soll es sich jedoch um wesentlich billigere Euro-Importe gehandelt haben, die ab 2006 der dritte Angeklagte (55) besorgt haben soll. Die Differenz soll der Schwerter unter anderem dazu verwandt haben, die Kreditraten zu bezahlen. Anfang 2007 brach das System zusammen. Der Angeklagte konnte seine Raten nicht mehr bezahlen. Der versprochene Verkauf nach einem Jahr soll nicht bei ein Mal geklappt haben. Die Kunden blieben auf den Raten für die überteuerten Autos sitzen.  

Almuth und Rolf B., zwei mutmaßliche Opfer, drückten es am Rande des Prozesses so aus: „Im Endeffekt hätten wir das Auto zwei Mal bezahlen können.“ Rund fünf Jahre gingen sie durch alle Instanzen, um ihr Geld zurückzubekommen. Mit Erfolg. Sie zahlten lediglich eine Nutzungsentschädigung.  Die drei Angeklagten wollten sich am Montag vor Gericht noch nicht äußern. Der Prozess wird am 25. Juni fortgesetzt. 

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