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Schlecker-Pleite

31 Frauen in Werne, Lünen, Selm stehen auf der Straße

SELM Die Zerschlagung des Schlecker-Konzerns bedeutet auch das Aus für insgesamt sechs Filialen in Werne, Lünen, Selm und Olfen. Lediglich der XL-Markt in Werne bleibt erhalten. 31 Frauen stehen ab dem 1. Juli auf der Straße.

31 Frauen in Werne, Lünen, Selm stehen auf der Straße

Heike Otto (52), Betriebsratsvorsitzende Schlecker für den Bezirks Lünen, Werne, Selm vor der Werner Filiale am Markt in der Innenstadt.

Heike Otto, als Betriebsrätin für die Verkaufsstellen der Region zuständig, sieht eine düstere Zukunft für die Kolleginnen: „So viele Arbeitsplätze gibt der Handel nicht her. Wenn überhaupt, finden sie vielleicht noch 400-Euro-Jobs.“ Doch nicht nur die Schlecker-Angestellten selbst seien betroffen: „Man denke nur mal an die Speditionen, die für uns unterwegs waren.“

Die Hoffnung sterbe zwar zuletzt, doch das „permanente Schlechtreden“ potenzieller Investoren habe die Zuversicht schrumpfen lassen, so Otto. „Es war nach der ersten Hängepartie im März eine weitere Zerreiß-Probe.“ Damals hatten in ihrem Bezirk 56 von 85 Mitarbeiterinnen die Kündigung erhalten. „Sechs haben wir danach zurückgeholt, weil es in den Filialen Personalmangel gab. Die erleben das Ganze jetzt nochmal.“ Neben der Verkaufsstelle am Werner Bahnhof machen auch die Filialen in Lünen, Selm und Bork sowie zwei Verkaufsstellen in Olfen dicht. Der XL-Markt am Werner Markt hat mit seinen vier Angestellten hingegen wohl noch eine Zukunft.

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