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Feuerwehrübung

Alle Vermissten gerettet

Selm Im alten Ludgeri-Pfarrhaus brennt es. Nach nur drei Minuten trifft der Löschzug Selm als erster ein. Nach und nach folgen die anderen aus Cappenberg, Bork, Hassel und Nettberge. Zum Glück ist dieses Szenario frei erfunden und von Dietmar Steinborn, Thomas Höring und Markus Grappe vorbereitet worden. Es handelt sich um die Stadtübung der Feuerwehren Selm unter der Einsatzleitung von Wehrführer Thomas Isermann.

Alle Vermissten gerettet

Die Feuerwehrmänner klettern in den Korb der Drehleiter.

Feuerwehrübung

"Hausmeister" Thomas Höring schildert Gruppenführer Christian Czapracki die Lage.
Christian Czapracki teilt seine Gruppe ein.
Aus dem alten Pfarrhaus brennt es. Die Mannschaft steigt über die Leiter auf das Dach.
Wehrführer Thomas Isermann (Mite) in Besprechung mit Einsatzabschnittsleitern.
Christian Czapracki (r.) gibt Bericht an den Einsatzabschnittsleiter.
Die Feuerwehrmänner klettern in den Korb der Drehleiter.
Im Korb der Drehleiter geht es aufs Dach.
Die Mannschaften stehen bereit.
Ein Lüfter wird eingesetzt.
Der Verletzte wurde über die Drehleiter vom Dach geborgen.
Ein Verletzter wird an einen sicheren Ort gebracht und dabei von einem Feuerwehrmitglied betreut.
Die Atemschutzgeräte stehen ständig unter Kontrolle.
Die Mannschaften stehen bereit.
Ein weiterer Verletzter wird geborgen.

Gruppenleiter Christian Czapracki macht sich als erster ein Bild von der Lage. „Heizungsmonteure haben im Keller die Heizung repariert und oben findet eine Tagung der Messdiener statt“, schildert aufgeregt der Hausmeister. Es qualmt aus den Fenstern im Keller und Dachgeschoss. Im Flur sieht man die Hand vor Augen nicht mehr.

Gruppenführer Christian Czapracki erforscht das Gebäude und trifft schnell erste Maßnahmen, solange die anderen Feuerwehren noch nicht vor Ort sind. Ein Verletzter befindet sich auf dem Dach des Gebäudes und ruft um Hilfe. Schnell wird eine Leiter angesetzt. Als der Leiterwagen eintrifft, wird dieser eingesetzt. Jetzt kann der Verletzte auch mit der Trage am Korb in Sicherheit gebracht werden. Währenddessen führen die Löschzüge die Anweisungen der Gruppenleiter, der Einsatzabschnittsleiter und der Einsatzleitung aus. Wasserschläuche werden an alle Seiten des Hauses ausgelegt. Schon bald ertönt ein „Wasser marsch!“ und aus den C-Rohren strömt es auf den Giebel des abbruchreifen Gebäudes. Ein Lüfter dröhnt über den Platz. Er soll die Sicht in den Kellerräumen verbessern. Aus den Sprechfunkgeräten knarren die Stimmen der Feuerwehrleute. Überall stehen Beobachter, die sich Notizen machen.  

„Wir führen regelmäßig diese Übungen im Stadtgebiet durch, um das Zusammenspiel der einzelnen Löschzüge zu vertiefen“, erklärt Thomas Isermann. Zufrieden stellt er fest, dass unter den Einsatzabschnittsleitern Bernd Droste, Thorsten Hoppe und Andreas Ribbing eine gute Kommunikation und Abstimmung statt fand.„Die Aufgabe bestand darin, Menschenleben zu retten“, sagt Isermann. Das wurde auch erfüllt. Dabei kam auch das „neue“ Funkkonzept zum Einsatz. Alle vermissten oder verletzten Personen wurden geborgen und in einen ungefährdeten Bereich gebracht, wo sie weiterbehandelt und betreut wurden. Insgesamt beteiligten sich 76 Feuerwehrmitglieder an der Übung. Es wurden Wärmebildkamera, Drehleiter mit Trage und Atemschutzgeräte eingesetzt. Die Wasserversorgung erfolgte über die Hydranten in der Pastoratsgasse und Ludgeristraße.  

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