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Großer Andrang in NRW

Auch die Tafel in Selm hat lange Wartelisten

SELM Die Tafeln in Nordrhein-Westfalen müssen umdenken: Weil es im vergangenen Jahr ein Plus von einem Drittel an Bedürftigen gab, verhängten die Einrichtungen vielerorts einen Aufnahmestopp. Das war auch in Selm nötig, wurde nun aber - gegen den Trend - aufgehoben. Wir haben uns die Lage genauer angeschaut.

Auch die Tafel in Selm hat lange Wartelisten

Malberger arbeitet bei der Tafelausgabe mit. An diesem Freitag ist sie morgens damit beschäftigt, Fleischwaren und Molkereiprodukte zu sortieren.

Im vergangenen Jahr verzeichneten die Tafeln in NRW ein Plus von einem Drittel. Deshalb wurde vielerorts bereits ein „Aufnahmestopp“ verhängt.

Das bedeutet: Bedürftige Menschen erhalten keinen Ausweis mehr, mit dem sie sich Lebensmittelspenden bei den Tafeln abholen können. Sie müssen dann ausschließlich mit dem Geld auskommen, das ihnen der Staat zur Verfügung stellt und haben keinen Anspruch auf Zusatzleistung. In Lünen ist bereits ein solcher Aufnahmestopp in Kraft getreten. Dort sind keine Anmeldungen mehr möglich.

Wartelisten sind voll

Aber wie sieht das in Selm aus? „In Selm gibt es momentan keinen Aufnahmestopp“, erklärt Ulrike Trümper von der Unnaer Tafel, die die Ausgabestellen im Kreis organisiert. Sie weist aber darauf hin, dass die Wartelisten derzeit in allen Ausgabestellen voll seien. „Zuerst müssen wir die Listen abarbeiten, weil diese momentan aufgrund des großen Andrangs immer noch überlaufen.“

NRW Immer mehr Menschen in NRW sind auf die Lebensmittelspenden der Tafeln angewiesen. Im vergangenen Jahr verzeichneten die Tafeln rund ein Drittel mehr Bedürftige - Menschen aus allen Bereichen. Alleinerziehende, Senioren, Aufstocker, Flüchtlinge. Vielerorts gibt es einen Aufnahmestopp, in Lünen kam es deswegen jüngst zu Tumulten. Doch auch in anderen Orten stoßen die Ehrenamtlichen an ihre Grenzen. Ein Überblick.mehr...

Kein Wunder: „Die Anzahl der Bedürftigen bei der Lebensmittelausgabe ist im Schnitt pro Tafel um rund ein Drittel gestiegen“, sagt der Vorsitzende des Landesverbandes, Wolfgang Weilerswist. Dabei sei die Zunahme nicht nur auf die Flüchtlinge zurückzuführen, auch Alleinerziehende und Senioren nehmen einen Großteil ein.

Auch Selm hatte zwischenzeitlich einen Aufnahmestopp, hat ihn jedoch am vergangenen Freitag aufgehoben, sagt Andrea Preuß, die bei der Selmer Ausgabestelle der Tafel ehrenamtlich arbeitet. Der Andrang sei zwar groß, „wir konnten bisher trotzdem noch alle Bedürftigen versorgen“, so Preuß. Das sei nicht zuletzt durch die großzügige Spendenbereitschaft der Selmer möglich. „Viele Vereine und Verbände denken an uns“, so Preuß.

70 Haushalte mit Spenden

Im Schnitt versorgt die Selmer Tafel rund 70 Haushalte mit Lebensmittelspenden. Natürlich nur Personen mit gültigem Ausweis. Den gibt es bei der Unnaer Tafel. Benötigt wird dort der Bescheid über das Arbeitslosengeld 2. Das heißt aber nicht, dass auf alle Fälle Anspruch besteht.

„Wir bieten eine Zusatzleistung an und behalten uns deshalb eine genaue Prüfung je Fall vor“, sagt Ulrike Trümper und weist auf die freiwillige Gemeinnützigkeit der Tafeln hin: „Ein Drittel mehr Menschen heißt leider nicht automatisch ein Drittel mehr Lebensmittel. Es bringt ja nichts, jedem nur eine halbe Gurke zu geben, damit alle etwas abkriegen. Deshalb ist der Aufnahmestopp durchaus sinnvoll.“

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