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Schließung statt Jubiläum

Aus nach 30 Jahren für Borker Schlecker-Filiale

BORK Rote Schilder an den Schaufenstern preisen 90-Prozent-Rabatte. Die Regale im Innern sind wie leer gefegt. Statt das eigentlich geplante 30-jährige Jubiläum der Schlecker-Filiale in Bork zu feiern, kommen die Mitarbeiterinnen demonstrativ in schwarz.

Aus nach 30 Jahren für Borker Schlecker-Filiale

Nach 30 Jahren schließt die Schlecker-Filiale in Bork. Die Mitarbeiterinnen sind bald arbeitslos: Barbara Schneider-Jungwirth (v.l.n.r.), Heike Breitestein, Angelika Marten, Bärbel Bördeling-Maaß und Magdalena Joost.

Sie tragen die Filiale zu Grabe. Noch im Februar plante Leiterin Barbara Schneider-Jungwirth Aktionen zum 30-jährigen Bestehen der Verkaufsstelle. Damals hatte es geheißen, der Standort an der Hauptstraße bleibe vorerst bestehen.

Vor vier Wochen dann die Entscheidung: Schlecker ist am Ende, alle Filialen werden geschlossen. „Am Mittwoch ist wohl der letzte Tag“, sagt Schneider Jungwirth mit Blick auf die leeren Regale. Hier findet sich höchstens noch das ein oder andere Paket Windeln.„Die Mitarbeiter sind alle geknickt“, erzählt die 51-Jährige, die auch im Betriebsrat ist. „Wir gehen alle in die Arbeitslosigkeit, keiner hat eine neue Stelle“, erzählt sie über sich und ihre vier Kolleginnen. Mit durchschnittlich 48 bis 52 Jahren sei es schwierig, eine vergleichbar gut bezahlte Arbeit zu finden. Schneider-Jungwirth selbst habe schon zwölf Bewerbungen geschrieben. Besonders die letzten Wochen seien anstrengend gewesen.

Die Rabatte zum Ausverkauf zogen nicht nur die Stammkundschaft in den Laden. Bis zu 35 Minuten hätten die Kunden zeitweise in der nicht enden wollenden Schlange gestanden, ehe sie bezahlen konnten. „Schlecker war mein Leben“, sagt auch Magdalena Joost. Seit 24 Jahren arbeitet sie in der Borker Verkaufsstelle.

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