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GS Cappenberg gewinnt gegen Billmerich

Benedikt Stiens – „So stelle ich mir einen Kapitän vor“

Cappenberg Grün-Schwarz Cappenberg hat sich am Donnerstagabend im Nachholspiel mit einem 2:1 (0:0)-Arbeitssieg belohnt. Mittelfeldspieler Sebastian Drews fiel durch eine Aktion auf. Er bewies besonderes Fairplay-Verhalten.

Benedikt Stiens – „So stelle ich mir einen Kapitän vor“

Benedikt Stiens (r.), Cappenbergs Kapitän, war „mit Abstand“ bester Mann auf dem Platz, sagte Cappenbergs Trainer Patrick Osmolski nach dem Abpfiff. Stiens erzielte auch das wichtige 2:0 im Waldstadion in Billmerich. Foto: Reininghaus

In Zeiten von rauen Tönen auf und neben dem Platz sowie unschönen Szenen im Amateurfußball haben Szenen wie die von Sebastian Drews Seltenheitswert. Der Mittelfeldspieler von Kreisligist GS Cappenberg sei laut Trainer Patrick Osmolski dafür verantwortlich gewesen, dass der Schiedsrichter das 3:1 für Cappenberg am Donnerstagabend wieder zurücknahm. Gut ging es aber auch so aus Cappenberger Sicht. Grün-Schwarz siegte bei Schlusslicht Billmerich am Ende viel zu niedrig mit 2:1.

In der Nachspielzeit hatte Tim Jesella schon über das 3:1 gejubelt, als Drews den Schiedsrichter auf eine Abseitsstellung aufmerksam machte. Der Unparteiische Martin Biele strich den Treffer im Waldstadion in Unna-Billmerich daraufhin wieder. Und Cappenberg zitterte deshalb in der Nachspielzeit ein wenig, als Billmerich kurz darauf doch noch einmal beim Stande von 2:1 für Cappenberg einen Eckball zugesprochen bekam.

Cappenberg ist drückend überlegen

Eigentlich hätte Cappenberg das Spiel längst entschieden haben müssen. Osmolski berichtete von glasklaren Möglichkeiten. Fabian Wißmann traf die Latte, Maximilian Stasch scheiterte gleich zweimal an Torhüter Ingvar Busch, Tim Jesella setzte einen Kopfball daneben. „Das war teilweise Slapstick vor dem Tor. Wir hätten das Spiel mit 5:0 bis 7:0 gewinnen müssen. Nicht können, müssen!“, sagte Osmolski am Abend. Die zweite Halbzeit sei ein Spiel auf nur ein Tor gewesen: das der Platzherren. Doch die hatten Busch im Tor, der viele Tormöglichkeiten vereitelt habe.

Benedikt Stiens ragt heraus

Herausragend spielte Osmolski zufolge Cappenbergs Kapitän. Benedikt Stiens, Torschütze zum 2:0, habe Einsatz-, Lauf- und Kampfbereitschaft gezeigt und das noch mit technischen Fähigkeiten kombiniert. „So stelle ich mir einen Kapitän vor. Das war ein wahrer Kapitän“, sagte Osmolski. Das 2:0 versenkte Stiens überlegt nach einem Angriff über die linke Seite. Cappenbergs 1:0-Führungstor hatte Drews mit einem Distanzschuss aus gut 20 Metern erzielt.

Begonnen hatte Cappenberg wegen eines Regengusses mit einer Viertelstunde Verspätung und dann überraschend mit einem 3-4-3-System. Osmolski: „Auf dem Rasenplatz mussten wir viel mit langen Bällen agieren und wollten die zweiten Bälle kriegen.“

Spannend wurde es dann durch Cappenbergs Fahrlässigkeit vor dem Tor und durch einen Elfmeterpfiff in der 87. Minute. Nico Knop foulte seinen Gegenspieler, Billmerichs Spieler verwandelte vom Punkt. Osmolski ehrlich: „Ich hätte ihn auch gegeben. Es war mehr Elfmeter als Mittwoch in Madrid.“

GSC: Grenigloh - Drees, Grass, Knop, Kwiatkowski, Drews, Zocher, Stasch (83. Heisler), Stiens (89. Augustin), Jesella, D. Hügemann (75. Wißmann)
Tore: 0:1 Drews (49.), 0:2 Stiens (67.), 1:2 (87., Foulelfmeter)

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