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Landwirtschaftskammer Unna

Bodenpreise steigen - Selmer Acker wird teurer

SELM Je näher man im Kreis Unna an das Münsterland heranrückt, desto teurer wird es. Hinzu kommt, dass Gewerbe- und Wohngebiete die Bauern verdrängen. Wiesen und Äcker werden zum knappen Gut. Das schlägt sich auf die Bodenpreise wieder. Wir haben uns die Entwicklung in der Region angesehen.

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Seit 2010 sind die Preise für Ackerland im Kreis Unna um bis zu 40 Prozent gestiegen.

Um mehr als 40 Prozent teurer geworden sind seit 2010 die landwirtschaftlichen Flächen zum Beispiel im Südkreis Unna. In Selm und Werne müssen Bauern für den Quadratmeter schon 5,90 Euro hinlegen, wie Martin Oschinski, Geschäftsführer des Gutachterausschusses für Grundstückswerte im Kreis Unna, mitteilt. Günstiger ist es im Südkreis, etwa in Schwerte. Dort kostet aktuell der Quadratmeter 3,70 Euro.

Großer Flächenbedarf für viehhaltende Betriebe

Das liegt nicht daran, dass die Böden im Münsterland ertragreicher wären als im Ruhrtal in Schwerte. Vielmehr spiegelt sich darin – so Dr. Harald Lopotz von der Landwirtschaftskammer Unna – die Nähe zum Münsterland, dessen viehhaltende Betriebe großen Flächenbedarf haben.

Denn laut Baugesetz dürfe ein Landwirt seinen Betrieb nur dann vergrößern, wenn er die nötige Futtergrundlage nachweise – es also auf eigenem Land erzeugt.

Ausgleichsflächen ebenfalls auf Bauernland

„Fläche ist ein knapper Faktor für Betriebe“, erklärt der Kreisgeschäftsführer. Zumal in NRW täglich 15 bis 18 Hektar durch Bebauung verloren gingen. Und das oft doppelt, da die geforderten Ausgleichsflächen für den Umweltschutz ebenfalls auf Bauernland angelegt werden.

Ob in Zeiten niedriger Zinsen auch Investoren ihr Geld in Ackerflächen anlegen, kann Dr. Lopotz nicht sagen. Die Verzinsung wäre aber nicht hoch. Über den Daumen gerechnet kann mit Verpachtung jährlich nur ein Prozent des Kaufpreises erzielt werden. Außerdem schiebt das Grundstücks-Verkehrs-Gesetz manchen Nicht-Landwirten einen Riegel vor. Die Landwirtschaftskammer kann Verkäufe an sie versagen, wenn ein Landwirt auf die Fläche angewiesen ist.

Steigende Grundstückspreise „bedrückend bis bedrohlich“

„Ziel ist es, landwirtschaftliche Flächen in landwirtschaftlichen Betrieben zu halten“, sagt Dr. Lopotz. Aus der Konkurrenz heraus stiegen deren Pachtpreise mit. Hielten sich früher Eigentums- und Pachtland die Waage, so seien mittlerweile in manchen Regionen schon bis zu 70 Prozent gepachtet.

„Mit steigenden Pachtpreisen sinkt der Betriebsgewinn“, sagt Bernd Schulte, Vorsitzender des Landwirtschaftlichen Ortsvereins. Zumal wenn wie in diesem Jahr die Ernte nicht so gut ausfalle. Die steigenden Grundstückspreise sieht er deshalb schon als „bedrückend bis bedrohlich“ an.

Die Bodenrichtwerte


Zugrunde liegen


Wegen der geringen


Aus demselben Grund


Erfasst werden

KIRCHHELLEN Die Preise für landwirtschaftliche Grundstücke sind im vergangenen Jahr in Nordrhein-Westfalen dramatisch gestiegen. Innerhalb von fünf Jahren waren es satte 49 Prozent.mehr...

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