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Kinderbetreuung in Selm

Container-Lösung für Kita St. Martin

Selm Eine zusätzliche Gruppe wird zum 1. August in der Kita St. Martin in Selm entstehen – ohne lange Bauarbeiten. Die Stadt setzt auf eine Containerlösung, aber nicht nur.

Container-Lösung für Kita St. Martin

Die Kita St. Martin wächst dauerhaft um eine Gruppe. Foto: Foto: Sylvia vom Hofe

140 Kindergartenplätze für Mädchen und Jungen unter drei Jahren gibt es in Selm, 600 für Kinder über drei Jahre – nicht genug, wie das Jugendamt feststellen musste. Die Eltern von 70 Kindern haben, wie berichtet, Anfang des Monats einen Ablehnungsbescheid im Briefkasten gefunden. Die Stadtverwaltung hat aber nicht nur Absagen verschickt. Auch die Hochbauabteilung ist aktiv geworden. Am Montag gab es eine Begehung auf dem Gelände des Kindergartens St. Martin an der Albert-Schweiter-Straße.

Eine weitere Gruppe


„Wir werden dort eine zusätzliche Gruppe für 25 Kinder über drei Jahre schaffen“, so Beigeordnete Sylvia Engemann. Die soll zum 1. August, pünktlich zum Beginn des neuen Kindergartenjahres, bezugsfertig sein. Wie sich so schnell bauen lässt? Gar nicht. Die Stadt wird neben der Kita in Trägerschaft der katholischen Kirche einen Container aufstellen: 18 mal 6 Meter. „Eine Übergangslösung bis 2020“, so Engemann. Und dann?

Im Idealfall werde es einen fließenden Übergang geben, so Engemann: von dem Provisorium aus Metall in einen massiven Anbau. Auf Dauer solle die Zwei-Gruppen-Einrichtung um eine Gruppe wachsen.

Genauer Standort offen

„Wir freuen uns auf die Kinder“, sagt Martina Martini, die Leiterin des Kindergartens St. Martin. Die zusätzliche Ü-3-Gruppe solle nicht außen vor bleiben – auch nicht räumlich. Daher favorisiere sie in Absprache mit Mitarbeitern der Stadtverwaltung als Standort für den Container einen Platz nahe am bestehenden Gebäude, auch wenn das einen Verlust bedeutet: Der Kletterhügel mit der silbernen Rutsche müsse dafür weichen. „Ich bin aber zuversichtlich, dass er wieder aufgeschüttet werden wird, sobald wir den Container nicht mehr brauchen.“

Container-Lösung für Kita St. Martin

Wo heute noch der Rutschenhügel ist, könnte im Sommer ein Container stehen. Foto: Foto: Sylvia vom Hofe

Wo der Anbau entstehen wird, ist noch offen. Bei einer Ortsbegehung am Montag schien der Bereich an der Kurt-Schumacher-Straße als geeignet. „Wir warten jetzt in jedem Fall noch mit unseren Hochbeeten“ so Martina Martini. Die Kita hatte im vergangenen Jahr vom Lensing-Hilfswerk unserer Zeitung 1000 Euro erhalten, um dieses Gartenprojekt umzusetzen. „Das Geld verwahren wir jetzt erst einmal und starten erst, wenn wir sicher gehen können, dass die Hochbeete dort auch bleiben können.“

Trotz Bauarbeiten und Container: Die verbleibende Außenspielfläche werde noch ausreichen, so die Kita-Leiterin. Schließlich sei die Einrichtung 1969 ursprünglich als Vier-Gruppen-Kindergarten geplant worden – mit entsprechend großzügigem Außenbereich.

Die Mietkosten für den Container stehen noch nicht fest. „Wir können sie im Moment nur grob abschätzen“, sagt Stadtsprecher Malte Woesmann. Angebote würden noch eingeholt.

Zusätzliche Strolche


Nicht nur der St.-Martin-Kindergarten wächst kurzfristig, um Platz für zusätzliche Kinder zu machen. Auch in der Kita Kleine Strolche, die eine Elterninitiative betreibt, rücken die Verantwortlichen die Stühlchen etwas zusammen. „Dort entstehen zwölf Plätze im Ü-3-Bereich“, sagt Sylvia Engemann. Der bisherige Bewegungsraum werde dafür umgenutzt. Sowohl für die Container-Lösung an der Albert-Schweitzer-Straße als auch für die Umnutzung an der Püttstraße braucht die Stadt grünes Licht vom Landesjugendamt. „Das hat man uns dort aber bereits mündlich signalisiert“, so Engemann. Bereits beschlossene Sache ist der Bau einer neuen Kita am Pädagogenweg. Dort sollen 70 Plätze entstehen – ab Sommer 2020.

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