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Kunstrasenprojekt

Der SV Südkirchen könnte noch 2018 auf einem neuen Sportplatz spielen

Nordkirchen Die Planungen für den Kunstrasenplatz in Südkirchen laufen auf Hochtouren. 650.000 Euro sind für den Platz im Haushalt der Gemeinde eingeplant. Die Bagger könnten noch in diesem Jahr anrollen. Das hat auch Auswirkungen auf die Anlage in Capelle.

Der SV Südkirchen könnte noch 2018 auf einem neuen Sportplatz spielen

Der große Rasenplatz weicht womöglich noch in diesem Jahr dem neuen Kunstrasenplatz. Der Aschenplatz links soll dann aufgegeben werden. Foto: Foto: Tobias Weckenbrock

Die Vision: Noch in diesem Jahr könnte Fußball-B-Ligist SV Südkirchen auf Kunstrasen trainieren und spielen. Die Voraussetzungen sind weitestgehend geschaffen, Gespräche müssen allerdings noch folgen – und ein letzter Beschluss in der Politik steht auch noch aus. Der SC Capelle wird dagegen wohl noch einige Jahre auf einen Kunstrasenplatz warten müssen.

Die Planungen waren schon weit fortgeschritten – es gab sogar bereits eine Firma, die den Kunstrasenplatz in Südkirchen bauen sollte – als im November 2015 plötzlich das Aus für das Kunstrasen-Projekt am Böckenbusch kam. Der Sportverein hatte das Projekt aus Angst vor dem hohen Kredit von 100.000 Euro gestoppt. Wenige Wochen später war der viele Jahre klassenhöchste Verein der Gemeinde Nordkirchen auch sportlich am Tiefpunkt angekommen. Die erste Mannschaft des SV Südkirchen zog sich vom Spielbetrieb zurück – der SV stand vor einem Scherbenhaufen.

Rosige Zukunft

2018 sieht die Zukunft wieder rosiger aus. Sportlich geht es leicht bergauf beim SV Südkirchen – und dank des dezentralen Sportstättenkonzepts, demzufolge die Gemeinde in jedem der drei Ortsteile eine moderne Anlage schaffen will, könnte sogar noch dieses Jahr der Ball auf Kunstrasen rollen. „Schnellstmöglich“ – dieses Wort benutzte Fußball-Geschäftsführer Sebastian Mischke am Montag bei der Frage nach einem Zeitplan. „Wir hoffen, dass wir dieses Jahr noch darauf spielen können“, sagte er.

650.000 Euro sind im Haushalt der Gemeinde für die Südkirchener Sportanlage eingeplant – 50.000 Euro mehr als im Entwurf. „Wir haben die Summe noch einmal erhöht“, sagte Bürgermeister Dietmar Bergmann am Montag. Er will nach der Ratssitzung am 8. März, in dem das Thema unter Ausschluss der Öffentlichkeit behandelt wurde, Termine mit den Vereinen machen, um die Maßnahmen zu besprechen.

Rasenplatz weicht Kunstrasenplatz

Die Planungen in Südkirchen bauen auf denen von vor drei Jahren auf. Der Rasenplatz weicht Kunstrasen, der näher an das Vereinsheim rückt und ein eigenes Flutlicht erhält. Der Aschenplatz verschwindet ganz. Unklar ist noch, was mit dem Beachvolleyballfeld und der Weitsprunganlage passiert. Im Gegenzug wird der Verein laufende Kosten, unter anderem für Strom und Gas übernehmen. Auch auf der Mitgliederversammlung am Donnerstag, 22. März (20 Uhr, Friedhofsweg, Südkirchen), dürfte das Thema noch einmal diskutiert werden.

2019 oder 2020 könnte dann am Sportplatz des FC Nordkirchen ein neues Umkleidegebäude entstehen. Derzeit behilft sich der FCN noch – mehr notdürftig – mit einer Containerlösung. Stattdessen soll ein neues Gebäude gebaut werden. Ebenfalls in Absprache mit dem Verein. Nahezu sicher ist jedoch, dass es ein Neubau wird, den die Gemeinde komplett übernimmt, weil der FCN damals einen Eigenanteil beim Kunstrasen aufbrachte, was der SV Südkirchen nicht muss.

SC Capelle wartet noch

Der SC Capelle bekommt in absehbarer Zeit noch keinen Kunstrasen. „Seitens des SC Capelle haben wir es nicht eilig mit einem Neubau“, sagt Vereinschef Josef Mertens. Der SC Capelle sei seit 2009 Betreiber der eigenen Sportanlage auf Basis einer Nutzungsvereinbarung. Mertens könne sich gut vorstellen, dass Verwaltung und Verein den Vertrag auch noch in den nächsten Jahren laufen lassen. „Wir haben Verständnis dafür, dass Südkirchen zuerst an der Reihe ist. Man war mit den Planungen hier schon weiter“, sagte Mertens.

Dass sein SC Capelle einen Nachteil haben könnte und durch eine veraltete Anlage sportlich ins Hintertreffen geraten könnte, glaubt Mertens dagegen nicht. „Die Gefahr sehe ich bei uns im Moment noch nicht“, sagte er. Überhaupt ist er Freund von Rasenplätzen. „Jeder Fußballer ist froh, wenn man auf einem guten Rasenplatz spielen kann. Und einen solchen haben wir in Capelle.“ Zudem habe der SC Capelle auch weiterhin die Möglichkeit, einen Kunstrasenplatz zu bekommen. „Wir haben das nicht ausgeschlagen“, sagt Mertens.

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