Cookies erleichtern die Bereitstellung unserer Dienste. Mit der Nutzung unserer Dienste erklären Sie sich damit einverstanden, dass wir Cookies verwenden.
Anzeige
Anzeige

Gesine Homrighausen

Diese Selmerin kämpft für benachteiligte Kinder

SELM Gesine Homrighausen (59) ist bereits seit Jahrzehnten ehrenamtlich tätig. Seit einem Jahr engagiert sich die Selmerin, die viele auch als Clown Knopf kennen, mit ihrem Verein „Kinder Benefiz“ für die Kinder vor Ort. Im Interview erklärt sie, was der Verein für Kinder anbietet und wer die Hilfe des Vereins benötigt.

Diese Selmerin kämpft für benachteiligte Kinder

Gesine Homrighausen engagiert sich für sozial benachteiligte Kinder.

Frau Homrighausen, warum ist das Ehrenamt eigentlich so wichtig?

Ohne Ehrenamt würde alles zusammenbrechen, das ist Fakt. Allein in Selm wird so viel umgesetzt an Festen, Veranstaltungen und Hilfe für Menschen. Ohne Ehrenamt geht es nicht.

Wie lange sind Sie schon ehrenamtlich tätig?

Ich bin schon seit über 20 Jahren im Ehrenamt tätig, seit fast vier Jahren lebe ich in Selm. Vorher war ich in Brandenburg tätig und habe mich dort um Kinder gekümmert, habe Jugendliche von der Straße geholt.

Was genau haben Sie dort gemacht?

Ich habe eine große Trommelgruppe für Jugendliche geleitet und habe dafür Jugendliche angesprochen, die abends auf der Straße waren. Beim Trommeln konnten die Jugendlichen ihre Kräfte gezielt einsetzen. Außerdem habe ich Theatergruppen für Kinder aus sozial schwachen Familien geleitet. Natürlich alles kostenfrei.

Warum engagieren Sie sich so stark für Kinder und Jugendliche?

Es liegt mir schon mein ganzes Leben lang am Herzen, mich um Kindern aus schwierigen Umständen zu kümmern. Kinder, die vielleicht wenig oder kein Geld haben, etwas in ihrer Freizeit zu unternehmen.

Aber warum?

Ich habe fünf Geschwister, ich bin selbst mit vielen Kindern um mich rum groß geworden. Wir hatten eine gute Kindheit, mussten aber auf vieles verzichten. Ich war auch oft mit Kindern zusammen, die finanziell schwächer gestellt waren. Deswegen habe ich heute dafür so großes Verständnis.

Worauf mussten Sie denn verzichten?

Ich habe schon viel gemacht, ich war in einer Mädchentanzgruppe und im Fanfarenzug. Was wir kostenfrei nutzen konnten, das haben wir auch genutzt. Aber ich habe beispielsweise nie gelernt, ein Instrument nach Noten zu spielen, das hätte ich sehr gerne getan. Heute kann ich nur Instrumente nach Geräusch spielen, Trommeln zum Beispiel, das Didgeridoo oder eine Nasenpfeife.

Und das möchten Sie sozial schwachen Kindern heute ermöglichen?

Mithilfe unseres Vereins möchten wir die Interessen und Begabungen von Kindern fördern und ihnen helfen, ihre Fähigkeiten zu entwickeln – auch wenn die Eltern sich das vielleicht nicht immer leisten können. Wie zum Beispiel Ballettunterricht oder die Musikschule.

Ihr Verein „Kinder Benefiz“ ermöglicht das durch Spenden?

Und natürlich durch die Arbeit unserer Mitglieder. Wir sind zwar erst elf Ehrenamtliche, uns gibt es aber auch erst ein Jahr. Und es gibt auch viele Veranstaltungen, die wir besuchen.

Was bieten Sie dann dort an? 

Wir sind bei Festen und Veranstaltungen mit Spielständen für Kinder aber auch mit Beratungsangeboten für Jugendliche dabei. Wir helfen beispielsweise Jugendlichen auch, eine Lehrstelle zu finden oder helfen Eltern dabei, Fördergelder zum Beispiel von Stiftungen zu beantragen. Es gibt so viele Menschen, die Hilfe gebrauchen können, das sind ja nicht nur Hartz-IV-Empfänger.

Wer benötigt denn Hilfe?

Das können auch alleinerziehende Mütter oder Väter sein, Familien mit erkrankten Eltern oder Kindern oder einfach Familien, die viel arbeiten, wo aber das Geld einfach nicht reicht.

Was wünschen Sie sich für die Zukunft?

Dass sich mehr Mitglieder bei uns einbringen – jedes neue Mitglied und jede neue Idee ist uns willkommen.

SELM Seit Samstag ist der Begegnungstreff "Ehrenamt Rat und Tat" in Selm eröffnet. Er soll die Lücke schließen, die das ehemalige Café Ehrenamt mit seiner Schließung hinterlassen hat. Im Video erklärt Pfarrer Claus Themann, wie der neue Begegnungstreff funktionieren soll: Wer kann dort hinkommen? Welche Angebote gibt es?mehr...

Anzeige
Anzeige
Das könnte Sie auch interessieren

Mit Umfrage

Das sagt ein Selmer Schulleiter zur Rückkehr zu G9

SELM Abitur in acht Jahren, Abitur in neun Jahren - was denn nun? Die Rückkehr zu G9 ist ein schwieriger Prozess. Wir haben den Leiter des Selmer Gymnasiums Ulrich Walter gesprochen und gefragt, wie er die aktuellen Entwicklungen bewertet.mehr...

Neue Arbeitsplätze

Firma McAirlaid's stellt sich in Selm vor

SELM Neuer Name, neue Gesichter, neue Arbeitsplätze im Selmer Gewerbegebiet Werner Straße: Beim IHK-Wirtschaftsgespräch am Montagabend hat sich die Firma McAirlaid‘s selbst vorgestellt. Was die Firma herstellt und was ihre Pläne für den Standort Selm sind, hat Geschäftsführer Alexander Maksimow verraten.mehr...

Treffen im Haus Kreutzbach

Gutes Zeugnis für den Wirtschaftsstandort Selm

SELM Zufrieden zeigte sich der IHK-Hauptgeschäftsführer mit dem Wirtschaftsstandort Selm. Der Bürgermeister warb beim Treffen im Haus Kreutzbach auch für Investitionen in die Infrastruktur. Und er erklärte, warum er manchmal dünnhäutig auf Kritik von Bürgern oder Presse reagiert, wenn es um Investitionen in Selms Infrastrukur geht.mehr...

McAirlaid's

Neues Werk schafft 100 neue Jobs in Selm

SELM Die Firma McAirlaid‘s zieht nach Selm. Der Rat hat zugestimmt, dass die Stadt eine Gewerbefläche an die Firma verkauft. Für Selm bedeutet das, dass in den nächsten Jahren rund 100 neue Arbeitsplätze entstehen könnten. Dass sich Selm gegen andere Konkurrenz-Standorte durchsetze, hat einen bestimmten Grund.mehr...

Quizzen Sie mit!

7 Tage - 7 Fragen: Das Wochenquiz für Selm

SELM Welches Fest wird gefeiert? Was bereitet Selms Einzelhändler Sorgen? Was muss man beachten, wenn man umzieht? Und welches Tier starb? In unserem Quiz können Sie jede Woche testen, ob Sie alles mitbekommen haben. Seien Sie dabei und spielen Sie mit!mehr...

Einweihung im Advent

Bau der neuen Kapelle an St. Josef ist im Zeitplan

SELM Der Bau der Kapelle am Altenwohnhaus St. Josef Selm befindet sich im Zeitplan. Am dritten Adventssonntag soll sie eingeweiht werden. Auch mit dem Bau des Pfarrheims wurde begonnen. Etwas später als geplant, denn hier sollte es bereits im August losgehen. Wenn alles gut geht, ist es im nächsten Frühjahr fertig.mehr...