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Bellypainting

Ein Kunstwerk als Erinnerung

SELM. Nicht immer kann Samantha Nientiedt ihr Bild in einem Zug zu Ende malen. Hin und wieder beginnt die Leinwand, sich zu bewegen. Die 24-Jährige malt schließlich nicht auf herkömmlichen Papier. Ihre Arbeitsflächen sind die Bäuche von werdenden Müttern.

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Samantha Nientiedt (r.) prüft das Ergebnis und korrigiert letzte Unebenheiten.

Angelique Adler hat sich den Bauch bemalen lassen. Sie ist schwanger im achten Monat.

Angelique Adler (l.) freut sich über ihren bunten Bauch.

Samantha Nientiedt arbeitet nur mit hautfreundlichen Farben.

Bellypainting heißt das, wenn Nientiedt mit hautfreundlichen Farben bunte Bilder auf die Bäuche der Schwangeren malt. Auf deren „Kugeln“, wie Nientiedt sagt. „Die Kinder werden alle wach beim painting“, sagt sie.  Auch bei Angelique Adler ist das so. Die 23-Jährige ist gerade mit ihrem zweiten Kind schwanger. Mit ihrem Acht-Monats-Bauch sitzt sie auf einem Stuhl in Nientiedts Atelier, schaut zu, wie die Bauch-Künstlerin sorgfältig, Strich für Strich ein afrikanisches Motiv auf ihre Kugel pinselt.

Sie lächelt dabei. Entspannend sei das, schwärmt Adler. „Ich könnte einschlafen, wenn er nicht so aufgeweckt wäre“, sagt sie und deutet auf ihren Bauch.Bei ihrer ersten Schwangerschaft hat Adler ihren Bauch noch nicht so in Szene gesetzt. Jetzt wollte sie es aber unbedingt. „Es ist schön wenn es anfängt, sich zu bewegen“, erklärt die junge Mutter. „Man merkt es, man sieht es. Und mit dem Bild hat man was zum Vorzeigen. Man kann mit Stolz sagen: ,Hey, guck mal hier, ich bin schwanger‘.“

 Samantha Nientiedt malt nicht nur, sondern fotografiert das Werk am Ende auch. So haben die Mütter eine Erinnerung für später. Die Idee, mit der Bauchmalerei Geld zu verdienen hatte Nientiedt während ihrer eigenen Schwangerschaft. „Ich habe mich damals selbst vor den Spiegel gestellt und angefangen zu malen“, erinnert sie sich. Seit September gibt es nun „Sam‘s Belly‘s“. „Es ist toll, mit den dicken Bäuchen zu arbeiten und die Mamis zu verwöhnen“, sagt sie. Außerdem wisse sie, wie sich Frauen in der Schwangerschaft fühlen. Einige seien wegen der Schwangerschaftsstreifen skeptisch, sich mit freiem Bauch fotografieren zu lassen. Mit dem Bild sei das anders.

 Angelique Adler jedenfalls scheint zufrieden mit ihrem Ergebnis. Begeistert beäugt sie ihren bemalten Bauch im großen Spiegel in Nientiedts Atelier. Ein Baum und die Silhouette von zwei Elefanten vor einer kräftigen rot-orangenen Sonne ist darauf zu sehen. Eine leuchtende Erinnerung an ihre Schwangerschaft.  

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