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Ein einzelner Talentwagen verursacht Schrankenchaos

SELM Die Verkehrsteilnehmer können aufatmen. Der Grund für die ständigen Defekte am Bahnübergang Selm-Beifang scheint nach zwei Jahren endlich gefunden, wie Bahnsprecher Jürgen Kugelmann gestern mitteilte: "Ein Fahrzeug auf dieser Strecke hat die Störungen ausgelöst. Immer wenn dieser Wagen den Bahnübergang passierte, blieben die Schranken hinterher unten." Es war offenbar ein Waggon der Prignitzer Eisenbahn.

Ein einzelner Talentwagen verursacht Schrankenchaos

Die Schranken am Sandforter Weg.

Auf die Lösung des Phänomens kam die Bahn, weil sie den Übergang am Sandforter Weg intensiv beobachten ließ, nachdem sich die Störfälle zuletzt fast täglich ereigneten.

Nachdem klar war, dass einer der Talentzüge, mit denen die Prignitzer Eisenbahn die Strecke befährt, der "Übeltäter" war, schickte das Unternehmen diesen speziellen Wagen zur Untersuchung in die Werkstatt.

Erneutes Chaos

Dabei wurde kein Schaden festgestellt. Also ließ man den Wagen wieder fahren und prompt sorgte er gestern Morgen wieder für das altbekannte Schrankenchaos. Daraufhin wurde er von der Strecke der Westmünsterlandbahn genommen. Er wird nun auf anderen Strecken eingesetzt, wo er bislang immer problemlos gefahren ist.

Matthias Kley, Pressesprecher der Prignitzer Eisenbahn, erklärt dieses merkwürdige Phänomen mit einer zufälligen Inkompatibilität der Technik: "Wir vermuten, dass der Kontakt am Bahnübergang Selm-Beifang grenzwertig ist und die Ursache für die Störungen damit nicht allein bei unserem Fahrzeug liegt." So etwas habe man zum Beispiel auch schon in Brandenburg erlebt. Manche Kontakte funktionieren im Zusammenspiel mit bestimmten Wagen, die woanders normal fahren, nicht richtig.

"Das kann ja ein Dauerzustand sein"

In enger Abstimmung zwischen Bahn AG und Prignitzer Eisenbahn, das versichern Jürgen Kugelmann und Matthias Kley unisono, wolle man nun eine schnelle Lösung finden. "Denn das kann in Selm ja kein Dauerzustand sein", betont Kugelmann.

Zu einem Dauerzustand scheint es aber doch geworden zu sein, denn am Abend gegen 18.40 Uhr blieben erneut die Schranken nach Passieren des Zuges unten. Also, entweder hat die Prignitzer Eisenbahn noch einmal ihren „talentfreien“ Zug auf Reisen geschickt, oder das Problem mit den Schranken liegt doch viel tiefer.

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