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Chronik Borker Feuerwehr

Erste Jugendfeuerwehr im Krieg gegründet

BORK Die Borker Feuerwehr feiert in diesem Jahr ihr 125-jähriges Bestehen. Dazu hat sie eine umfangreiche Chronik heraus gegeben, aus der wir hier einige Auszüge in Form einer Serie veröffentlichen. Heute geht es um die Zeit von 1933 bis zur Gebietsreform 1975.

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Die Borker Feuerwehrleute 1951

1961: Jubiläum 50 Jahre nach alter Zeitrechnung

29. 06.1936: Ausflug der Wehr zum Gut Rotenburg, zu Besuch bei Bernhard Haverbeck. Ein Spielmannszug begleitete die Wehr.

Lange Zeit galt der 14. Januar 1910 als Gründungstag der Freiwilligen Feuerwehr Bork. Im Jahr 2000 feierte die Wehr zum letzten Mal ein Jubiläum nach dieser Rechnung. Nun fanden Theo Wallmeyer und Stadtarchivar Udo Kaiser aber bei intensiven Forschungen heraus, dass dieses Datum nicht zu halten ist. Der wirkliche Geburtstag ist der 30. August 1885. 

1933 und die folgenden Jahre werfen dunkle Schatten auf das Land, von denen auch die Feuerwehren nicht verschont bleiben. Jüdische Mitbürger, die in Bork zahlreich vertreten waren, werden aus der Feuerwehr ausgeschlossen. 1934 bringt das Gesetz zur Neuordnung des Schutzwesens eine gründliche Änderung. Dieses Gesetz über die Gleichschaltung führt zu einer Auflösung der Wehren bei gleichzeitiger Neuaufstellung. Die Borker Wehr erhält die Bezeichnung Löschzug I und steht unter der Leitung des zum Oberbrandmeister beförderten Kameraden Haverbeck. Brandmeister wird Heinrich Quante.   Während des zweiten Weltkrieges kommt die Tätigkeit der Feuerwehren zum Erliegen. Sie wird nun behördlich gelenkt. Die Feuerwehrmänner werden größtenteils zum Kriegsdienst einberufen, die Löschgeräte müssen dem Feuerschutzträger übergeben werden. Die Einsatzbereitschaft wird durch unabkömmliche, d. h. zur Aufrechterhaltung der heimischen Versorgung vom Wehrdienst befreite Männer, aufrechterhalten.

1941 stellt man diesen Männern die erste Jugendfeuerwehr (HJ-Feuerwehr) zur Seite. Bereits 1945 übernimmt in Hassel Josef Peters die Neuaufstellung der Hasseler Wehr. Er schafft es, unter schwierigen Bedingungen Uniformen und Löschgeräte zurückzubekommen. Von 1947 bis 1951 übernimmt Bernhard Göcke die Führung des Löschzuges Hassel und wird dann durch Karl Krösche abgelöst.   Unter dessen Leitung nimmt die Wehr einen erheblichen Aufschwung. Ein Jeep und eine Tragspritze werden angeschafft und als Krönung der Schnelleinsatzwagen. In Bork wird nach dem Krieg ebenfalls Aufbauarbeit geleistet. 1960 wird Amtsbrandmeister Heinrich Quante zum Ehrenoberbrandmeister ernannt. 1964 übernimmt Josef Schlieker das Amt des Löschzugführers in Hassel Er setzt die Arbeit der Vorgänger erfolgreich fort. 1970 werden Wilhelm Bramkamp als Amtsbrandmeister und Karl Röhrig als Löschzugführer eingeführt. 1972 wird Karl Röhrig Ehrenbrandmeister.   Am 15. Oktober 1973 wird die Jugendfeuerwehr gegründet. Jugendfeuerwehrwart wird Karl-Heinz Ambrosi. Vor der Gebietsreform 1974 treffen sich alle Wehren des Amtes Bork zur letzten gemeinsamen Schnelligkeitsübung in Netteberge. 1975 werden der Kreis Lüdinghausen und auch das Amt Bork aufgelöst. Selm wird in den Kreis Unna eingegliedert. 

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