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Fußball

FC Nordkirchen ist weiter auf Klettertour

Nordkirchen Dritter Sieg in Folge für Nordkirchens Fußballer: Das gab es zum letzten Mal vor über einem Jahr. Die Belohnung für die guten Spiele ist Platz vier. Ein Spieler hatte aber am Montag noch Schmerzen.

FC Nordkirchen ist weiter auf Klettertour

Nordkirchens Spieler bejubeln das 4:1 in Kamen (v.l.): Patrick Trawinski, Bülent Gündüz, Kapitän Florian Fricke und Fernando Manfredi – in Nordkirchen läuft es wieder. Foto: Reith

Zum dritten Mal hintereinander hat Fußball-Bezirksligist FC Nordkirchen am Sonntag einen Rückstand ausgebügelt und das Spiel noch gedreht. Der dritte Sieg in Serie lässt die wiedererstarkten Nordkirchener mit einer breiten Brust in das Auswärtsspiel in Lüdinghausen fahren. „Die Mannschaft kann mit Rückschlägen gut umgehen. Vielleicht brauchen wir diesen Arschtritt noch“, sagte Kapitän Florian Fricke am Montag.

„Das Spiel hätte höher ausfallen müssen“, sagte Nordkirchens Trainer Issam Jaber nach den 90 Minuten im Kamener Jahnstadion, die am Ende lockerleicht vom Fuß gingen. Nach dem 3:1 war die Vorentscheidung gefallen, nach dem 4:1 die endgültige Entscheidung. Nordkirchen entwickelte mit dem abgefallenen Druck noch mehr Spielfreude, bestrafte überforderte und offene Kamener am Ende aber nicht – trotz zahlreicher Torchancen. Hier war Nordkirchen etwas zu verspielt. „Kein Vorwurf. Du führst mit 4:1 und da will jeder noch ein bisschen was machen oder der letzte Pass kommt nicht“, sagte Jaber.

Mikuljanac beginnt in der Startelf

Nur eine Umstellung hatte es gegeben. Mikuljanac spielte in der Innenverteidigung für Marcel Tönning – so wenig Rotation hatte es in der gesamten bisherigen Saison noch nicht gegeben. Mikuljanac musste dann aber zur Pause raus. „Nicht wegen der Leistung“, betonte Jaber. „Er hat gut gespielt, aber ich war mir sicher, dass es noch Theater gibt. Ich habe Dalibor geschützt.“ Jaber meinte die Auseinandersetzung mit Kamens Torschütze Tuna Kayabasi, der Mikuljanac tätlich angegangen sein soll. Seine Rolle übernahm Jonas Wilde. Der Student, der mittlerweile in Köln wohnt, war am Wochenende in der Heimat und bekam Einsatzzeit. Seine Sache machte Wilde tadellos.

Uneinig waren sich die Trainer über Elfmeterszenen. Während sowohl Jaber als auch Kamens Sascha Siegner das Foul an Raphael Lorenz für elfmeterwürdig befanden, ging bei Fernando Manfredis Handspiel die Meinung auseinander. „Vielleicht fällt das 2:2 dann, aber genau im Gegenzug kriegen wir das 3:1 und dann war die Messe gelesen“, sagte Siegner, der enttäuscht war: „Es ist bei uns momentan einfach so. Wir machen Fehler, die bestraft werden – andersherum nicht. Die Spiele laufen relativ identisch ab. Wir sind nicht in der Lage, knappe Spiele für uns zu entscheiden.“ Nils Venneker spielte nach einem Zusammenprall übrigens mit Schmerzmitteln. Auch am Montag hatte er noch Schmerzen. Sonntag (15 Uhr, Am Feldbrand 7, Lüdinghausen) dürfte der Schmerz beim Derby vergessen sein.

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